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Energie-Streifzug durch Hamburg

Experte
Nina Burkhardt Nina Burkhardt
5. August 2015
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Eine Millionen-Metropole steckt voller Energie. Das ist durchaus wörtlich zu verstehen. An vielen Orten der Stadt wird erzeugt, getestet und weiterentwickelt – für jedermann sichtbar und erlebbar. Auf geht’s zu einer Energietour durch Hamburg. Hier eine Auswahl an Zielen und Anregungen.

Tourist? Bewohner? Ganz egal! Wer sich für Energie interessiert, kann in Hamburg eine Menge entdecken. Ein Hotspot für die Energieversorgung von morgen ist die HafenCity. In diesem neu entstehenden Stadtteil tummeln sich auf 157 Hektar verschiedenste innovative Konzepte.

Zukunftsstadtteil HafenCity

Foto: M. Kunze; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH

Lädt zum Stöbern ein: der Nachhaltigkeitspavillon Osaka 9, Foto: M. Kunze; Quelle: HafenCity Hamburg GmbH

Für einen allgemeinen Überblick ökologisch nachhaltiger Stadtentwicklung in der HafenCity lohnt sich zum Auftakt ein Besuch im NachhaltigkeitsPavillon Osaka 9 an der Uferpromenade des Magdeburger Hafens. Sonntags um 15 Uhr starten von hier aus kostenfreie geführte Umwelttouren.

Wie kommt der Strom eigentlich in die Steckdose? Der Stromnetz Hamburg Infotainer am Dalmannkai liefert multimedial aufbereitete Antworten. Unter dem Motto „Gut vernetzt“ veranschaulicht eine Ausstellung ab Mitte September 2015 diverse Themen rund um das Verteilnetz und Technologien wie Smart Meter und Elektromobilität.

Auftanken mit Strom und Wasserstoff

Wasserstoffstation HafenCity

Die Wasserstoffstation in der HafenCity, Foto: Vattenfall

In direkter Nachbarschaft bietet sich das Heizwerk HafenCity für eine Besichtigung an. Besucher erfahren unter anderem Wissenswertes über einen der Hauptpfeiler im Energiekonzept der HafenCity: Fernwärme. Außerdem steht hier Hamburgs meistfrequentierte Schnellladesäule für Elektromobilität, die in nur 30 Minuten Fahrzeugakkus bis zu 80 Prozent Ladekapazität auflädt.

Nur wenige Meter sind es von hier aus zu Europas modernster Wasserstoffstation. Bis zu 20 Busse und zahlreiche Pkw können an der futuristisch anmutenden Anlage täglich mit Wasserstoff betankt werden. Die Hälfte des umweltfreundlichen Treibstoffes wird mit regenerativer Energie durch Elektrolyse vor Ort produziert.

Klimafreundlich unterwegs

Die Busslinie 109 fährt unter anderem vom ZOB, Foto: Hamburger Verkehrsverbund

Die Busslinie 109 fährt unter anderem vom ZOB, Foto: Hamburger Verkehrsverbund

Apropos Busse: Seit Ende 2014 testet die Hamburger Hochbahn auf einer einzigen Buslinie unterschiedliche Antriebstechnologien im direkten Vergleich. Dazu gehören elektrische Busse wie der Brennstoffzellenhybridbus oder der Batteriebus mit Brennstoffzelle als Range-extender sowie Modelle mit Elektromotor und umweltfreundlichem Dieselmotor.

Wer in der Innovationslinie 109 auf der sehenswerten Strecke vom Hauptbahnhof nach Alsterdorf Platz nimmt, erfährt im wahrsten Sinne ein in Deutschland bislang einzigartiges Projekt. Und? Neugierig geworden? Im aktuellen Besucherprogramm gibt die Hochbahn weitere Hintergrundinfos über die Innovationslinie 109 und ihre umweltfreundlichen Fahrzeuge.

Auch in Hamburgs Westen ist ein elektrisch angetriebener Linienbus unterwegs: Durch das ebenso enge wie malerische Treppenviertel in Blankenese bewegen sich die im Volksmund „Bergziege“ genannten Kleinbusse der Linie 48 komplett emissionsfrei, betrieben mit 100 % regenerativ erzeugtem Ökostrom. Unten am Strandweg warten dann Sand, Leuchtturm und freier Elbblick.

Ein kleiner Surftipp gefällig, um sich auf der leisen Fahrt die Zeit zu vertreiben? Das Energieportal Hamburg verrät unter anderem in Echtzeit, wie viel Energie aus Sonnen- und Windkraft gerade ins Hamburger Stromnetz eingespeist wird.

Kraftwerkstechnik hautnah

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Interessante Einblicke gewährt eine Tour durch eines der modernsten Steinkohlekraftwerke in Moorburg, Foto: Vattenfall

Nur einen Sprung über die Elbe entfernt liegt eines der modernsten und umweltfreundlichsten Steinkohlekraftwerke weltweit. Ein Rundgang durch das Kraftwerk Moorburg beleuchtet die dort eingesetzte Spitzentechnologie, etwa zur Verbrennung, Kühlung oder Luftfilterung. Einen weiteren Kraftwerksstandort mit langer Tradition gibt es in Tiefstack zu besichtigen. Das dortige Heizkraftwerk ist der Dreh- und Angelpunkt der Hamburger Fernwärmeversorgung.

Raus aus der City

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Blick rauf zum Pumpspeicherbecken in Geesthacht, Foto: Vattenfall

Lust auf eine Landpartie, zum Beispiel im Elektro-Mietwagen? In Geesthacht, circa 30 Kilometer südöstlich von Hamburg, öffnet das Pumpspeicherkraftwerk seine Tore für Besucher. Die Ende der 1950-er Jahre in Betrieb genommene Anlage zur schnellen Abdeckung von Spitzenlast ist die größte ihrer Art in Norddeutschland. Einmal vor Ort, sollte man sich keinesfalls die größte Fischaufstiegsanlage in Europa entgehen lassen – eine hoch spezialisierte Konstruktion zur Sicherung des Fischbestands in der Elbe.

Viel Spaß beim Erleben und Entdecken!

Details zu den Tipps:

Osaka 9, HafenCity NachhaltigkeitsPavillon

Osakaallee 9 (am Magdeburger Hafen)
Tel.: 040-37 47 26 60
Di – So: 10 – 18 Uhr, Mo: geschlossen
Eintritt frei
www.hafencity.com

 

Stromnetz Hamburg Infotainer

San-Francisco-Straße 1
Tel.: 040-49 202 8585
Eröffnung Mitte September
Di – Do: 10 – 15 Uhr, Fr – So: 10 – 18 Uhr, Mo: geschlossen
Eintritt frei
Anmeldung über infotainer@stromnetz-hamburg.de

 

Heizwerk Hafen City

Am Dalmannkai 1

 

Heizkraftwerk Tiefstack

Andreas-Meyer-Straße 2 in Hamburg-Billbrook

 

Pumpspeicherkraftwerk

im Energiepark in Geesthacht
Kontakt für Besichtigungen (vorherige Terminabsprache erforderlich)
sabine.tolmin@vattenfall.de
T: 040-6396-6225

 

Fischaufstiegsanlage Geesthacht
Kraftwerk Moorburg

Anmeldung über Gudrun Bode
fischaufstieg@vattenfall.de
moorburg@vattenfall.de
T: 040-57011-3200

 

Elektrofahrzeug mieten in Hamburg

Hier eine Auflistung von Anbietern, die E-Modelle in ihrer Flotte haben:
http://www.hamburg.de/auto-strasse-hamburg/4146948/elektromobilitaet-in-hamburg/

Nina Burkhardt
Experte
5. August 2015

Das Unternehmen kann seit 1999 auf mich zählen. Mehr als zwölf Jahre arbeite ich für die Kommunikation in Hamburg, verantworte die Medienkooperationen, steuere die Mediaplanung und betreue Veranstaltungen und verschiedene Projekte hier in der Hansestadt. Auch über die vielen Jahre ist die Arbeit bei Vattenfall immer spannend und vielfältig geblieben, wie auch jetzt mit dem Thema Social Media. Ich freue mich besonders auf den neuen Blog und den Dialog mit interessierten Lesern. Dafür liefere ich gern interessante Themen aus dem Hamburger Markt.

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