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Experte
12. Mai 2017
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Big-Bang Theorie und Energiehandel

Was haben Big-Bang Theory, Klima und Strombörse gemeinsam? Sie sind allesamt Teil der Arbeitswelt der Physikerin Astrid Gebauer im Handelshaus von Vattenfall. Die Physikerin Astrid Gebauer jongliert virtuell mit Rohstoffen.

In der Trading-Abteilung von Vattenfall in Hamburg analysiert Astrid Gebauer die Strommarktpreise. Hier kann die Physikerin ihre Kenntnisse im Umgang mit mathematischen Modellen und dem Programmieren einsetzen.

Astrid Gebauer bei ihrer täglichen Arbeit, Foto: Vattenfall

Der Handel mit der Aktie Energie

Die Trading-Abteilung vertreibt den bei Vattenfall erzeugten Strom und kauft Elektrizität für die Kunden im Großhandel ein. Außerdem beschaffen die Energiehändler auch Energierohstoffe und Klimazertifikate. Ähnlich wie am Aktienmarkt gilt es, Bedarfe und Kurse möglichst genau vorherzusagen und schnell auf Schwankungen zu reagieren – nicht nur, um die besten Preise zu erzielen, sondern auch, um als Energieerzeuger jederzeit lieferfähig zu sein.

Astrid Gebauer analysiert und prognostiziert die Entwicklung des Strompreises für die Zukunft. Ihre Ergebnisse werden auch für Investitionsentscheidungen im ganzen Unternehmen benutzt. „Nach meinem Studium in Hamburg und Southampton mit anschließender Promotion freue ich mich nun, mein Wissen so praxisnah einsetzen zu können. Beispielsweise verfolge ich bei den Prognosen und Analysen denselben Ansatz, wie er auch für theoretische Probleme in der Teilchenphysik angewendet wird.“ Ihre Doktorarbeit hat sie auf dem Gebiet der String Theorie geschrieben – abstrakte und komplexe Materie, mit der sich zum Beispiel auch der weltfremde Sheldon Cooper aus der Fernsehserie „The Big Bang Theory“ befasst.

Weiterführendes im Blog

Trend im Bereich Energiehandel „Energiehandel zwischen Nachbarn“, Blockchain

Dr. Astrid Gebauer
Experte
12. Mai 2017

Ich bin leidenschaftliche Physikerin und Hamburgerin. Schon als Kind wollte ich verstehen wie die Welt funktioniert. Physik liefert nicht alle, aber zumindest viele Antworten. Studiert habe ich in Hamburg und anschließend in Southampton, bis mich das Heimweh packte. Für Physiker gibt es viele Einsatzmöglichkeiten, doch mich hat die Energiewelt immer am meisten interessiert. Mittlerweile arbeite ich nun bereits seit 2012 als Stromhandelsanalystin bei Vattenfall – mein Traumjob.

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