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Greenhaus sorgt für umweltfreundliche Energielösungen
Experte
6. Januar 2017
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Clever gelöst vom Berliner Startup Greenhaus

Mehr und mehr Startups schießen wie Pilze aus dem Boden und jedes möchte den nächsten großen Coup landen. Mit Ideen und raffinierten Lösungen mischt jetzt auch Greenhaus mit. Ein Blick in die Geschäftsideen vom Vattenfall Startup in Berlin lohnt sich.

Die Gründer großer Internetportale sind millionenschwer. Dank einer erfolgreichen Geschäftsidee und dem Ohr dicht am Kunden. Sie haben ihrer Zielgruppe zugehört, den Markt beobachtet und Marktlücken erfolgreich geschlossen.

Taufrisch am Markt ist nun auch Greenhaus. Das Berliner Startup von Vattenfall betreibt seit 2016 eine Online-Plattform. Hier finden Kunden individuelle Lösungsvorschläge für Solaranlagen, Solarbatterien und Wärmepumpen.

Interaktives Modellhaus hilft bei der Planung

Modellhaus, Quelle: Greenhaus

Interaktives Modellhaus hilft bei der Planung, Grafik: Vattenfall

Kunden, die zum Beispiel Photovoltaik fürs Eigenheim nutzen möchten, klicken sich auf der Greenhaus-Website zum Modellhaus. Dieses hilft beim Planen und der User wird zur Produktauswahl navigiert. Daraufhin erfolgt der Kontakt zum Greenhaus-Energieexperten, der gemeinsam mit dem Kunden eine kosten- und energieeffiziente Lösung entwickelt. Sei es, um Solarstrom auf dem eigenen Dach zu erzeugen oder effizient zu heizen. Geprüfte Partnerfirmen aus der Region installieren anschließend die Anlage. Kurzum: Bei all dem geht es um nachhaltige Energieerzeugung.

Simon Barnbeck vom Startup Greenhaus weiß, wie überlebenswichtig neue und clevere Denkansätze für große Unternehmen sind. Er steht am Bürofenster und genießt die Aussicht aus dem 8. Stockwerk des Sony Centers in Berlin: „Der Wandel der Energiebranche verlangt Firmen viel ab. Ein Blick über den Tellerrand hinaus ist unerlässlich. Wer neue Ideen ausprobieren und vorantreiben möchte, muss eben mutig sein und die interne Brille auch mal absetzen“.

Unternehmen generiert Geschäftsideen per Startup

Diese Chance nutzt Vattenfall, denn Greenhaus arbeitet gänzlich losgelöst von internen Strukturen und Hierarchie-Ebenen. Dynamisch und schnell werden so neue Geschäftsideen generiert. In Kombination mit Know-how und den Ressourcen eines erfahrenen Unternehmens eine perfekte Mischung.

„Für uns heißt das: Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Batterien an Kunden vermitteln sowie günstig und schnell für jeden Haushalt die richtige Lösung finden“, berichtet Simon Barnbeck. „Wir sind eins von verschiedenen Vattenfall Pilotprojekten, in denen neue Ideen der digitalen Energiewirtschaft ausprobiert und zur Marktreife gebracht werden“, so der Experte von Greenhaus.

Die Plattform green:field verbindet Unternehmen und Startups

Weiterentwicklung der Greenhaus-Konzepte, Foto: Vattenfall

Weiterentwicklung der Greenhaus-Konzepte beim DemoDay, Foto: Vattenfall

Um externe Startups und Vattenfall zu verbinden, gibt es green:field. Die sogenannte Open-Innovation-Plattform vernetzt die Newcomer mit den richtigen Leuten im Unternehmen. Ziel ist es, Zugang zu neuen Technologien zu erhalten, gemeinsam neue Geschäftsideen zu entwickeln und diese bei Vattenfall zu integrieren. Ein Gewinn für alle Beteiligten: Zum einen entstehen so viel schneller individuelle Angebote für Kunden und zum anderen profitiert das Startup von den Erfahrungen und Branchenkontakten aus der Energiewelt.

Bislang war es für junge Unternehmen oft schwierig, mit einem großen Konzern in Kontakt zu treten. So hilft green:field, diese Hürde zu überwinden und organisiert Networking-Veranstaltungen sowie Workshops. Entscheidend dabei ist, dass Unternehmen und Startup auf Augenhöhe agieren.

Vattenfalls Standort in der Hauptstadt ist bei der Suche nach dem „next big thing“ durchaus von Vorteil. „Berlin ist Dreh- und Angelpunkt für Gründer in Deutschland“, ist Simon Barnbeck überzeugt. „Immer mehr Großunternehmen kommen hierher und verlegen ihre Innovationsabteilungen an die Spree.“ Eine Dynamik, von der auch Vattenfall mittelfristig profitieren soll.

Gegenseitiges Vertrauen schafft Basis für gute Partnerschaft

Jede Partnerschaft zwischen Startup und Unternehmen ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Hat ein Startup ein nahezu marktreifes Produkt, kann daraus eine klassische Lieferantenbeziehung entstehen. Häufig muss jedoch für eine gute Idee ein für beide Seiten attraktiver Business Case entworfen werden. Dieser durchleuchtet vorab Geschäftsszenarien hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit. Gegenseitiges Vertrauen ist dabei wichtig. Und auch die Fähigkeit, den Blick weit über das Tagesgeschäft hinaus sowie in die Zukunft der Energiewirtschaft schweifen zu lassen.

Weiterführende Links

Homepage Greenhaus
Plattform green:field
Artikel über Powerpeers

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Simon Barnbeck
Experte
6. Januar 2017

Nach meinem VWL- und Philosophie-Studium war ich als volkswirtschaftlicher Berater in London und Hamburg tätig. Bei Vattenfall bin ich seit 2012, und ich habe mich mit der Strategieentwicklung mit Fokus auf erneuerbare Energien beschäftigt. Im Juli 2016 sind wir mit Greenhaus gestartet. Hier bin ich in der Geschäftsentwicklung tätig. Mit dem Startup-Unternehmen arbeiten wir daran, dass dezentrale Erneuerbare stärker angeboten werden als bisher. So können wir für unsere Kunden relevant bleiben.