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18. Februar 2016
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E-World 2016: Blick in die Zukunft

Der dritte Tag der E-World 2016 ist unter anderem vom sogenannten Karriere-Tag geprägt. Viele Studenten und weitere Interessierte besuchen das Karriereforum und knüpfen sowohl hier als auch an den Ständen wichtige Firmenkontakte. Auch die Start-Ups nutzen ihre Chance bei einem dafür initiierten Lunch. In vieler Hinsicht geht es also um Perspektiven.

Highlight am Vattenfall Stand in Halle 3 ist der virtuelle Besuch des Offshore-Windparks DanTysk. Mittels einer Virtual-Reality-Brille und einem Handy als Abspielgerät wird der Besucher auf die Nordsee „gebeamt“. Das 360°-Video vermittelt den Eindruck, als würde man sich selbst im Windpark bewegen: Die Technik registriert jede Kopfbewegung und setzt die bildliche Wiedergabe entsprechend um. Virtuell Reality; ein Erlebnis, das viele Standbesucher begeistert und ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Wollen Sie auch den Windpark DanTysk besuchen? Dann schauen Sie sich das 360 Grad Video an. Mit einer Virtual-Reality-Brille und Handy können Sie sich direkt vor Ort „beamen“.

 

Auf See ist zweites Projekt am Start

Windchef Gunnar Gröbler (r) probiert mit Kollegen am Stand die Vidoeanwendung aus, Foto: Vattenfall

Windchef Gunnar Groebler (li.) probiert mit Kollegen am Stand die Vidoeanwendung aus, Foto: Vattenfall

Der Windpark DanTysk, 70 Kilometer vor Sylt ist im vergangenen Jahr offiziell in Betrieb gegangen. Es war der erste Offshore-Park, den Vattenfall  in Deutschland selbst geplant und errichtet hat. Das Projekt ist ein Jointventure mit den Stadtwerken München, die auch beim Schwesterprojekt Sandbank, das sich derzeit in Bau befindet, wieder als Partner an Bord sind. Das Gebiet für Sandbank grenzt an das von DanTysk an. Vergangene Woche ist das letzte der 72 Fundamente für die Windenergieanlagen in die Nordsee gesetzt worden.

Ampeln stehen auf Grün

„Wenn es vom Wetter her perfekt liefe, könnten wir Ende dieses Jahres am Netz sein“, sagt Gunnar Groebler, der für den Geschäftsbereich Wind bei Vattenfall zuständig ist. „Aber ehrlicherweise gehe ich davon aus, dass ein Teil in diesem und der andere Teil im nächsten Jahr ans Netz gehen wird. Das ist im Wesentlichen wetterabhängig.“ Aus Sicht der technischen Vorplanung stehen die Ampeln auf Grün.

Weiteres Wachstum ist das Ziel

Viele unterschiedliche Anliegen und Themen gab es am Stand, eines davon waren die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Foto: Vattenfall

Viele unterschiedliche Anliegen und Themen gab es am Stand, eines davon waren die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Foto: Vattenfall

Doch was kommt danach? „Wir wollen weiter wachsen. Das ist jedoch von den Rahmenbedingungen abhängig“, sagt Groebler. Maßgeblich entscheidend dafür ist die Novellierung des EEG. Eines der vieldiskutierten Themen – nicht nur auf der E-World. Die Novellierung sieht Groebler als notwendig und richtig an. „Das EEG begünstigt vor allem einen notwendigen Trend, nämlich den Trend zur Kostensenkung.“

Akzeptanz geht nur ohne Subvention

Einzig die Übergangsfrist von vier Jahren für den Offshore-Bereich sieht er kritisch. „Aus meiner Sicht würde es der Akteursvielfalt gut tun, wenn man den Markt in Deutschland so schnell wie möglich öffnet, und über Auktionen kann man ihn öffnen. Ich glaube, für eine sinnvolle Kostenentwicklung sind Ausschreibungen der richtige Weg.“ Um einen funktionierenden Markt in Deutschland zu etablieren, brauche es Veränderung. Groebler: „Ich glaube daran, dass wir das süße Gift der Subventionen auch irgendwann hinter uns lassen müssen. Wie schnell das geht, müssen wir sehen. Die Akzeptanz für eine Industrie, die dauerhaft subventioniert wird, wird nicht dauerhaft halten.“

Auch wenn dieses Windrad sehr abseits steht, Energie aus Onshore- und Offshoreparks war und ist ein E-Worldthema, Foto: Vattenfall

Auch, wenn dieses Windrad sehr abseits steht: Energie aus Onshore- und Offshore-Parks war und ist ein E-World-Thema, Foto: Vattenfall

Zweites Standbein an Land

Neben Offshore will das Unternehmen seine Windkapazitäten an Land weiter ausbauen. „Was wir hier speziell mitbringen können, ist die Repowering-Kompetenz. Wir betreiben aktiv in Dänemark und in den Niederlanden solche Projekte. Dieses Wissen können wir auch nach Deutschland bringen“, sagt Groebler. Dabei gehe das Thema über das reine Erneuern von Anlagen hinaus. „In den Niederlanden geht damit beispielsweise auch eine Veränderung des Landschaftsbildes einher. Wir haben dort Gegenden, die mit Windturbinen sehr unterschiedlicher Bauart bestückt sind. Das sieht sehr unruhig aus. Aus meiner Sicht tut es der Landschaft gut, wenn man das Erscheinungsbild der Windräder harmonisiert.“ Hinzu komme ein weiteres Geschäftsfeld, die Systemintegration. Als erstes Projekt hierzu hat Vattenfall einen Windpark in Wales um einen Solarpark ergänzt. „Hier sehen wir weiteres Potenzial zu wachsen; auch in Deutschland.“

Drei erfolgreiche Tage auf der E-World

Donnerstag um sechs Uhr ist Zapfenstreich bei Deutschlands größter Messe der Energiebranche. Drei erfolgreiche Tage liegen hinter dem Messeteam. Viele Kontakte konnten neu geknüpft oder gepflegt werden. Jetzt geht es an den Abbau der Stände. Bis es im nächsten Jahr wieder heißt: Auf nach Essen zur E-World!

Noch ein paar Bilder, weil es so schön ist: 

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Empfangstresen - Immer gut zu tun hatten die Kollegen am Counter, Foto: Vattenfall

 

 

 

Daniela Sasonow
Experte
18. Februar 2016

Für Vattenfall arbeite ich seit 2000 in der Kommunikation. Im Rahmen des Social Media Projektes habe ich diesen Blog mit aufgebaut. An meinem Job reizt mich die Themenvielfalt, die das Unternehmen bietet. Auch nach Jahren gibt es immer noch völlig neue Themen für mich zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und Aspekte zu durchdenken. Kommen Sie mit auf die Themenreise, ich freue mich auf Ihre Anregungen und Kommentare.

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