Alle Themen
Panoramabild Moorburg | Das Panoramabild des Kraftwerks Moorburg zeigt deutlich die Besonderheiten einer 360-Grad-Aufnahme, Foto: Vattenfall
Experte
5. Februar 2016
Zurück

Ein virtueller Rundgang durch das Kraftwerk Moorburg

Sie wollten schon immer das neue Kraftwerk in Moorburg besuchen, haben es aber bisher nicht geschafft? Oder Sie waren bereits im Kraftwerk, würden aber gern nochmal in alle Ecken schauen? Ab sofort ist das jederzeit möglich. Ohne Voranmeldung und Wartezeit.

Das Kraftwerk Moorburg ist eines der größten Bauprojekte der Stadt und eine der modernsten Kraftwerksanlagen in Europa: Vom Schütten der ersten Fundamente im Jahr 2007 bis zur Inbetriebnahme 2015 war das Interesse am neuen Steinkohlekraftwerk unverändert groß – auch weit über die Grenzen Hamburgs hinaus.

Transparent von Anfang an

Der Rundgang im Überblick, Grafik: Vattenfall

Der Rundgang im Überblick, Grafik: Vattenfall

Die Möglichkeiten, sich über das damalige Bauprojekt Moorburg zu informieren, waren von Beginn an vielfältig und wurden ständig erweitert. Im Angebot waren Informationsveranstaltungen und Nachbarschaftstage auf dem Kraftwerksgelände sowie umfangreiche Informationen in Broschüren und auf der Webseite.

Veranstaltungen im Besucherzentrum Moorburg ergänzten die Vielfalt. Seit 2009 bietet dieser Anlaufpunkt mit anschaulichen Modellen einen Einstieg in spannende Gespräche rund um die Themen Energieträger Kohle, Ausbau Windenergie, CO2-Emissionen sowie Umweltauswirkungen.

Ein Besuch im Kraftwerk ist nun jederzeit auch virtuell möglich. Gehen Sie auf den Virtueller Rundgang Moorburg und erleben Sie Ihren ganz eigenen Kraftwerksrundgang.

Wie entsteht eine virtuelle (Kraftwerks-) Welt?

Der Quadrocopter mit integrierter Fotokamera; hier kurz vor dem Start am Kai, Foto: Vattenfall

Der Quadrocopter mit integrierter Fotokamera; hier kurz vor dem Start am Kai, Foto: Vattenfall

Die Idee, mit Fotografien die Wirklichkeit abzubilden, ist mehr als 150 Jahre alt. Eine neuere Technik sind 3D-Aufnahmen; sie erzeugen bereits eine räumliche Illusion von Landschaften und Panoramen. Aber erst 360-Grad-Fotos vermitteln das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein. Für das verblüffende Seherlebnis braucht man noch nicht einmal eine 3D-Brille.

Die Flugkamera beim Arbeitseinsatz am Maschinenhaus. Bei blauem Himmel entstehen die schönsten Aufnahmen auf dem Gelände an der Süderelbe, Foto: Vattenfall

Die Flugkamera beim Arbeitseinsatz am Maschinenhaus, Foto: Vattenfall

Um 360-Grad-Aufnahmen zu erzeugen, gibt es verschiedene technische Möglichkeiten. Aber stellen Sie sich einfach vor, dass Sie an einem Ort stehen und mit der Kamera in alle Richtungen fotografieren. So entsteht eine fotografische Panoramaprojektion Ihrer gesamten Umgebung.

Nach Abschluss der Aufnahmen werden die Rohdaten der Bilder am Computer zusammengefügt und berechnet – so entsteht am Ende ein 360-Grad-Panorama mit eindrucksvollen Bildern und dem Gefühl, direkt am Ort des Geschehens zu sein.

Unsichtbar, jedoch unverzichtbar ist die Technik im Hintergrund. Während sich der User durch die virtuellen Bilder bewegt, werden diese ohne erkennbare Verzögerung neu berechnet, sodass sich sofort wieder neue Perspektiven aufbauen. Das passiert, sobald der sichtbare Bereich mit dem Finger oder dem Mauszeiger bewegt wird.

Das fertige Foto in der Startansicht des virtuellen Rundgangs – ab jetzt kann im virtuellen Kraftwerk navigiert werden, Foto: Vattenfall

Die Startansicht des virtuellen Rundgangs, ab hier kann durchs virtuelle Kraftwerk navigiert werden, Foto: Vattenfall

Auch die Nachlade-Logik muss reibungslos funktionieren: Da jedes Bild 15 Megabyte groß ist, sieht der Besucher zunächst eine kleinere Version und auch nur den momentan sichtbaren Bereich. Im Hintergrund werden dann die weiteren Daten nachgeladen; für uneingeschränkten Bildgenuss bei jeder Bildschirmgröße, egal ob Desktop oder Smartphone.

Erkundung intuitiv oder per Rundgang

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich durch das Gelände zu navigieren. Zum einen den geographischen bzw. physischen Rundgang: Der Besucher kann das Kraftwerk selbst erkunden und „geht“ von Gebäude zu Gebäude. Zum anderen gibt es den thematischen Rundgang: Je nachdem, ob für den Betrachter die Erzeugung, die Kühlung des Kraftwerks oder die Umweltaspekte im Vordergrund stehen, kann der jeweilige Bereich über die Farbcodes angesteuert werden. Zusätzlich dient eine Übersichtskarte als Orientierung und Direkteinstieg. Vom Startpunkt aus folgt der User verschiedenen Sprungmarken, wie bei der Navigation auf einer Webseite oder einem Straßenverkehrsnetz.

Virtuelle Guide erzählt mit Mausklicks

Blick ins Kesselhaus, Foto: Vattenfall

Das Kesselhaus von innen, Foto: Vattenfall

Für die Orientierung im Gelände benötigt man nicht nur eine Beschilderung, sondern auch einen Guide, der an jedem Standort die passenden Informationen gibt. Eingebaut auf den Seiten sind daher klickbare Hinweistafeln, die ein- und ausgeblendet werden können. Die Markierungen sind dabei genau dort positioniert, wohin auch die Informationen gehören, und sie bewegen sich mit dem Blickwinkel des Besuchers mit. Sie geben wichtige Details zu Technik, Umwelt und Architektur der Anlage oder zeigen per Film anschauliche Einblicke in Bereiche, die der„reale“ Besucher nicht zu Gesicht bekäme. So zeigt die virtuelle Tour sogar mehr als die reale Welt.

Besuchen Sie uns auch vor Ort

Der Quadrocopter fliegt durch das Gipskreislager, Foto: Vattenfall

Blick ins Gipskreislager, Foto: Vattenfall

Lassen Sie sich durch den bequemen virtuellen „Rundgang vom Sofa“ jedoch nicht davon abhalten, das Kraftwerk Moorburg vor Ort zu entdecken. Im Infozentrum warten weitere spannende Einblicke in die Anlage, wie zum Beispiel anschauliche Modelle des Kessels oder Kühlturms oder ein Film aus dem Inneren der Rauchgasreinigung. Egal, auf welchem Weg Sie das Kraftwerk besuchen, wir freuen uns auf Sie!

Anmeldung:

Telefon Infozentrum Kraftwerk Moorburg: 040 57011 3200
E-Mail: moorburg@vattenfall.de

Daten und Fakten zum Kraftwerk Moorburg:

Faktenblatt zum Kraftwerk
Umwelterklärung 2014/2015
Elbfische auf dem besten Weg

Gunhild Nasner
Experte
5. Februar 2016

Ich bin seit 1998 in der Unternehmenskommunikation in Hamburg – und dabei auf den unterschiedlichsten Kommunikationsfeldern unterwegs: Werbung, Corporate Publishing, Konzeption und Kommunikation von Kraftwerks- und Infrastrukturprojekten. Themen, mit denen sich das Unternehmen weiterentwickelt und die gleichzeitig die Gesellschaft vorwärts bewegen, finde ich besonders spannend. Sei es der Einsatz von Batteriespeichern, neue Felder für Solarenergie, Blockchain-Technologie - aber auch Stadtentwicklung und nachhaltige Lebensbedingungen. Freie Wege für die Fische liegt mir dabei besonders am Herzen.

  • Experte
    Simone Ziegner Simone Ziegner
    27. März 2018

    Heizkraftwerk Tiefstack hat Jubiläum

    Nicht jeder Kraftwerksstandort kann auf eine so lange Tradition zurückblicken wie Tiefstack. Bereits seit über 100 Jahren wird hier Energie erzeugt. Immer wieder veränderten sich die Anlagen. In diesen Tagen [...]
  • Experte
    Bernd Mensing Bernd Mensing
    14. Februar 2018

    Neue Hotels in Hamburg boomen – Gute Aussichten für die Hamburger Fernwärme

    Der Tourismus boomt in Hamburg. Mehr als 13 Millionen Gäste kamen im letzten Jahr in die Hansestadt, mit stark steigender Tendenz. Immer mehr neue Hotels öffnen ihre Türen, allein zehn [...]
  • Experte
    Harry Budwilowitz Harry Budwilowitz
    9. Februar 2018

    Ausbildung zum Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

    Die Automatisierung von Prozessen wächst stetig. Da scheint die Ausbildung zum Elektroniker/in für Automatisierungstechnik zukunftsträchtig zu sein. Vattenfall bildet in fünf technischen Berufen und fünf dualen Studiengängen aus. Um einen [...]