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Holzhackschnitzel auf dem Weg zum Abtransport von der KUP
Experte
31. März 2017
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Energieholz für Berlin

Auf Kurzumtriebsplantagen in Brandenburg wird Energieholz angebaut. Diese schnell wachsenden Energiehölzer wurden jetzt geerntet und versorgen das Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel. Ein Film zeigt den Weg vom Feld bis zum Holzhackschnitzel.

Das Energieholz ist geerntet. Aus dem Umland stammend, werden die daraus erstellten Holzhackschnitzel im Berliner Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel zu Strom und Wärme umgewandelt.

Die Maschinenhalle des Heizkraftwerkes Märkisches Viertel, Foto: Vattenfall

Holz ist der älteste Brennstoff, der von der Menschheit eingesetzt wird. Auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen (KUP) pflanzt Vattenfall Energiehölzer an. Dabei handelt es sich um schnellwachsende Baumarten wie die Pappel, Weide oder Robinie. Diese Baumarten zeichnen sich durch einen starken Wiederaustrieb nach Ernte aus. Daher werden die Acker einmalig bepflanzt und können dann alle drei bis fünf Jahre geerntet werden. Dies ermöglicht eine besonders extensive Bewirtschaftung der Flächen.

Energieholz mit ökologischen Vorteilen

Für die sandigen Böden im Berliner Umland und die in der Region bekannte Gefahr einer Trockenheit im Frühsommer sind Pappeln die Baumart der Wahl. Rund 10.000 Stecklinge werden je Hektar angepflanzt. Daraus wachsen rund 10 Tonnen Holz. Der Energieholzanbau bringt einige ökologische Vorteile. Es ist nur ein geringer Einsatz von Pflanzenschutzmittel notwendig. Beim Pappelanbau ist auch keine mineralische Düngung erforderlich.

Nicht nur die kleine Vogelwelt, sondern u. a. auch Kraniche finden auf den KUP ein sicheres Rückzugsgebiet, Foto: Vattenfall

Da nur alle drei Jahre geerntet wird, bieten die KUPs einen Rückzugsraum für die Tierwelt. Die Bodenruhe fördert zudem den Humusaufbau und damit Ertragskraft des Bodens.

Auf der KUP während der Ernte; Foto: Peter Becker

Vattenfall betreibt insgesamt über 2.000 Hektar an KUPs. Davon befinden sich 1.630 Hektar in Deutschland und weitere 430 Hektar in Polen. Die Flächen in Polen werden durch die Vattenfall Tochter Energy Crops Polska (ENC) bewirtschaftet.

Energieholz für das Märkische Viertel

Die Holzhackschnitzel werden als Brennstoff im Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel zur Produktion von Strom und Wärme eingesetzt. Jährlich werden rund 70.000 Tonnen naturbelassenes Holz eingesetzt, was zu einer CO2-Einsparung von ungefähr 70.000 Tonnen führt.

Links

Regionale Biomasse wächst
Bio-Brennstoff vom Acker: Kurzumtriebsplantagen

 

Jan Grundmann
Experte
31. März 2017

Seit Gründung der Energy Crops GmbH im Jahr 2010 bin ich Geschäftsführer der Gesellschaft. Ich freue mich gemeinsam mit dem Team, inzwischen Marktführer für KUP in Deutschland zu sein; mit einem Flächenanteil von rund 20 %. Wir hatten mit gravierenden Startschwierigkeiten zu kämpfen: Es war ein hartes Stück Arbeit, die Landwirte in Brandenburg von den Vorteilen einer KUP zu überzeugen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Neben der Weiterentwicklung der Energy Crops GmbH steht für mich gegenwärtig das Heizen mit Holz im Rahmen eines dezentralen Wärmecontracting im Bereich Solutions im Vordergrund.

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