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COP21
Experte
30. November 2015
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Erwartungen an COP21 – Teil 4

Auf der 21. Internationalen Klimakonferenz (COP21/CMP11) vom 30. November bis 11. Dezember 2015 werden die Verhandlungen über ein global verbindliches Klimaschutzabkommen fortgesetzt. Ziel ist die Einigung aller Länder auf verbindliche Maßnahmen, die die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzen. Die Pariser Konferenz wird auch in Deutschland mit hohem Interesse verfolgt. Die Reihe „Erwartungen an COP21“ zeigt eine Auswahl und berichtet über die inhaltliche Auseinandersetzung mit COP21 bei Vattenfall und anderswo.

Unser Thema des Monats

Sabine Froning, Director Public and Regulatory Affairs & Stakeholder Relations bei Vattenfall, schildert ihre Erwartungen an COP21 und beantwortet, welche Rolle Vattenfall aus ihrer Sicht bei der Umsetzung der Klimaziele spielen sollte.

Was erwarten Sie persönlich vom Klimagipfel?

Es gibt viele positive Signale: Was wir im Vorfeld des großen Gipfels von den Gesprächen hören, macht mich sehr zuversichtlich, dass es ein bedeutsames Abkommen geben wird. Mehr als 161 haben bereits ihre jeweiligen Ziele und Pläne vorgelegt. Auch China und die USA sind an Bord. Obama hat klar signalisiert, dass er es ernst meint, wenn er von Klimaschutz spricht; nicht zuletzt, indem er einen Plan für saubere Energie verfolgt und die Keystone-Pipeline gekippt hat. Besonders Europa hat sich verpflichtet, die Anstrengungen von Entwicklungsländern finanziell zu unterstützen. Die Weltbank hat eindringlich vor den Folgen eines Scheiterns gewarnt. All das macht mich zuversichtlich, dass es dieses Mal wirklich klappen wird.

Welche Rolle spielt Vattenfall für die erfolgreiche Umsetzung von Klimazielen?

Vattenfall will als Sponsor des Sustainable Innovation Forum in Paris zeigen, dass das Unternehmen das Ziel unterstützt, ein verbindliches weltweites Klimaprotokoll zu verabschieden. Stoßrichtung muss nach wie vor sein, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Wert zu begrenzen.

Wir sind uns der Notwendigkeit, aus fossilen Brennstoffen auszusteigen, vollends bewusst – und zwar im gesamten Energiesektor, nicht nur im Stromsektor. Wir leisten schon heute einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, sei es durch Investitionen in den Ausbau der Windenergie, Angebote im Bereich Elektromobilität oder Fernwärmelösungen. Und last, but not least, haben wir uns schon immer dafür ausgesprochen, dass CO2-Emissionen eingepreist werden müssen. Der Emissionshandel ist ein wichtiges Instrument, um sicherzustellen, dass Reduktionsziele wirksam erfüllt werden. Wir gestehen ein, dass wir Teil des Problems waren, und jetzt können wir auch zeigen, dass wir Teil der Lösung sein können.

Weitere Informationen zu der Position Vattenfalls zu COP21 finden Sie unter www.vattenfall.de und auf news.vattenfall.com.

Mehr zum Thema im Blog:
Erwartungen an COP21 – Teil 1
Erwartungen an COP21 – Teil 2
Erwartungen an COP21 – Teil 3

Sabine Froning
Experte
30. November 2015

Mein Herz gilt Europa. Mein Berufsleben begann 1988 im Brüsseler Büro des deutschen Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, als erstmalig über die Idee eines europäischen Energiebinnenmarkt nachgedacht wurde. Die Frage, wie nationale Märkte und internationale Politik miteinander verknüpft sind und immer stärker integriert werden, hat mich seither begleitet. Als Geschäftsführerin des internationalen Verbandes für Fernwärme und KWK in Brüssel habe ich über den Strommarkt hinaus auch die Wärmeseite intensiv kennengelernt. Seit 2013 verantworte ich bei Vattenfall den Politikbereich, seit 2015 auch den Bereich „Stakeholder Relations“ einschließlich der Medienkommunikation. Nach der Liberalisierung erleben wir derzeit einen weiteren großen Paradigmenwechsel, getrieben durch Technologieentwicklung, Klimapolitik und Bürgerwillen. So bleibt es weiterhin spannend.

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