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Wärme-Vorstand Müller und EU-Kommissarin Thyssen im Gespräch mit Azubis
Experte
26. Januar 2018
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Europäische Politiker besuchen Auszubildende der Vattenfall Wärme Berlin

Am deutsch-französischen Tag, dem 22. Januar 2018, besuchten Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales und Antoine Foucher, Staatssekretär im französischen Arbeitsministerium, Auszubildende der Vattenfall Wärme Berlin. Sie informierten sich über die duale Ausbildung im Unternehmen und Auslandserfahrungen der Auszubildenden.

Ein bisschen aufgeregt waren die Vattenfall Azubis schon. Schließlich treffen sie nicht jeden Tag auf europäische Politiker. Doch für das Gespräch waren sie gut gerüstet und berichteten von interessanten Erfahrungen in der dualen Ausbildung bei Vattenfall und bei ihren Auslandspraktika.

EU-Kommissarin Marianne Thyssen (2. v .l) informiert sich über die Ausbildung bei Vattenfall. V. l.: Gunther Müller, Nils Runge, Malizia Heller, Sonja Lorenz, Ulf Stockmeier und Harry Budwilowitz. Foto: Bärbel Arlt

So erzählte Nils Runge, Mechatroniker im 4. Lehrjahr, wie wichtig ihm die praktische Arbeit im Betrieb neben der Wissensvermittlung in der Berufsschule sei. „Ich sehe frühzeitig, was mich beruflich erwartet“, sagte er. Und Sonja Lorenz, Elektronikerin für Betriebstechnik im 4. Lehrjahr, fühlt sich wohl bei den Kollegen im Außendienst und freut sich darauf, nach der Ausbildung mit ihnen weiter zusammenarbeiten zu können.

Malizia Heller und Luise Lademann, Industriekauffrauen im dritten Lehrjahr, berichteten über ihre Auslandspraktika in Malta bzw. Nordirland. Ihre einhellige Meinung: Es waren spannende vier Wochen. Wir haben unsere Sprachkenntnisse verbessert, interessante Menschen kennengelernt. Allerdings hätten die Arbeitsaufgaben besser auf ihre Ausbildung zugeschnitten sein können.

Europäische Kommission Vertretung in Deutschland: Sozialkommissarin Thyssen wirbt in Berlin für längere Auslandsaufenthalte von Azubis

Auslandspraktika mit dem Erasmus-Programm der EU

Möglich gemacht hat die Auslandsaufenthalte das Erasmus-Programm der Europäischen Union. EU-Kommissarin Marianne Thyssen warb im Gespräch mit den Jugendlichen dafür, dass sich Lehrlinge künftig für einen längeren Auslandsaufenthalt entscheiden. So sollen mit der Initiative ErasmusPro in den nächsten drei Jahren 50.000 Auszubildende ein mindestens dreimonatiges Praktikum in einem anderen EU-Mitgliedstaat absolvieren.

Die Entwicklung fachspezifischer Fähigkeiten, ein tieferes Eintauchen in Sprache und Kultur des Gastlandes seien für den modernen Arbeitsmarkt von unschätzbarem Wert, sagte die EU-Kommissarin. Erfreut zeigte sie sich darüber, dass bei Vattenfall Mädchen männertypische Berufe erlernen und es Qualifikationsprogramme für geflüchtete Menschen gibt.

Weiblicher Nachwuchs in der technischen Ausbildung

Zukunftsweisende Ausbildung mit langer Tradition

Antoine Foucher (rechts), Staatssekretär im französischen Arbeitsministerium, Harry Budwilowitz. Foto: Bärbel Arlt

Wärme-Vorstand Gunther Müller und Personalleiter Ulf Stockmeier gaben den Politikern und Gästen einen Überblick über die Berufsausbildung des Berliner Energieunternehmens, die bis ins Jahr 1926 zurückreicht. Heute werden im Unternehmen 313 Azubis in sieben Berufen und sechs Studiengängen ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt dual in der Berufsschule bzw. in der Hochschule und in Vattenfall Bereichen. Den Nachwuchskräften steht ein Ausbildungszentrum mit modernen, digital ausgerüsteten Werkstätten zur Verfügung. 26 hochqualifizierte Mitarbeiter bereiten die Azubis dort auf ihre berufliche Zukunft vor.

Gunther Müller verwies darauf, dass die Ausbildung der Schlüssel für den anstehenden Generationswechsel im Unternehmen und die sich verändernde Arbeitswelt in Richtung Digitalisierung sei. Das gehe nicht ohne Investitionen und so wurden allein in den vergangenen zwei Jahren 800.000 Euro in eine zukunftsweisende Ausbildung investiert. „Wir werden weiter investieren und auch nach Möglichkeiten suchen, wie wir das Programm ErasmusPro in die Ausbildung einbinden können.“

Die Bundesregierung zu Erasmus: Azubis zum Berufspraktikum ins Ausland

Erasmus-Programm der EU

Digitalisierung erobert die Berufsausbildung

Ausbildung mit Qualität

Harry Budwilowitz
Experte
26. Januar 2018

Im Instandhaltungsbereich des Heizkraftwerks Reuter West habe ich 1987 meine Unternehmenslaufbahn begonnen. Zehn Jahre später wechselte ich in den Ausbildungsbereich und war dort unter anderem als Koordinator für die technische Ausbildung zuständig. Im Jahr 2010 übernahm ich die Leitung der Ausbildung in Berlin. Seitdem sorge ich für den qualifizierten Nachwuchs für Vattenfall in der Hauptstadt.

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