Alle Themen
Finale der Basketball Akademie | 1. Juli 2016
Experte
6. Juli 2016
Zurück

Finale der Basketball Akademie

Ein letztes Mal an diesem Tag wird es still sein in der Inselpark-Arena. Es ist sieben Uhr morgens, die letzten Vorbereitungen laufen, bevor 270 Kids die Heimspielstätte des Basketball-Zweitligisten, den Hamburg Towers, stürmen. Hier treten sie an, um Sieger im Finale der Vattenfall Basketball Akademie zu werden.

Arrow
Arrow
Slider

Die Ruhe ist vorbei

Die zehnjährige Awbin holt sich ein Autogramm von Profi-Basketballer Cornelius Adler, Foto: Michael Schwartz

Die zehnjährige Awbin holt sich ein Autogramm von Profi-Basketballer Cornelius Adler, Foto: Michael Schwartz

Die zehnjährige Awbin freut sich schon seit Wochen auf den heutigen Tag. Sie hat das letzte halbe Jahr dafür jede Woche in der Basketball Akademie fleißig trainiert. Die Grundschule Stübenhofer Weg ist eine von 20 Schulen, die einen Platz erhalten hat. „Es macht total Spaß mit den Trainern zu üben, und ich habe mich schon richtig verbessert und treffe viele Körbe“, freut sich Awbin. Wöchentlich kommen Referenten der Hamburg Towers an die Schulen und vermitteln in den Basketball-AGs neben dem Sport auch Themen wie Integration, Ernährung und Teamfähigkeit. Für Awbin und ihr sechsköpfiges Team geht es gleich los. Die Ruhe ist vorbei.

Heilige Halle

Marvin Willoughy, der Ex-Profi und sportlicher Leiter der Hamburg Towers eröffnet die Veranstaltung mit den 270 Kids, Foto: Michael Schwartz

Marvin Willoughy, der Ex-Profi und sportlicher Leiter der Hamburg Towers eröffnet die Veranstaltung mit den 270 Kids, Foto: Michael Schwartz

Marvin Willoughby muss gar nicht viel sagen, er ist für die Kids ein Vorbild. Der ehemalige deutsche Basketball-Nationalspieler fordert die Kinder und Jugendlichen der 3. bis 9. Klassen nur einmal auf und innerhalb kürzester Zeit sitzen alle auf dem Hallenboden und hören ihm aufmerksam zu. Er spricht absichtlich nicht mit dem Mikrofon. „Umso lauter ich rede, umso lauter reden auch die Kids“, so Marvin Willoughby. Als sportlicher Leiter der Hamburg Towers begrüßt er alle und erklärt den Ablauf des Turniers. Die Schülerinnen und Schüler hören genau zu und schauen sich respektvoll in der Halle um. Hier spielen normalerweise ihre großen Idole – die Hamburg Towers, die in diesem Jahr in den Playoffs um den Aufstieg in die erste Basketball-Bundesliga gespielt haben. Marvin Willoughby endet mit: „Bitte denkt immer an Fairplay, wir wollen hier anständig miteinander spielen und Spaß haben.“

Selfies, Autogramme und ein Basketball-Führerschein

...mitten im Spiel, Foto: Michael Schwartz

…mitten im Spiel, Foto: Michael Schwartz

Für die 31 Teams, bestehend aus fünf bis acht Spielerinnen und Spielern, geht es nun los. Sie spielen um den Sieg in ihren jeweiligen Altersklasse. In der Vorrunde werden Kurzspiele von zehn Minuten ausgetragen. Die besten vier Mannschaften kommen dann ins Halbfinale. Die 6.000 Quadratmeter große Inselpark-Halle füllt sich schnell mit dumpfen Dribbel-Tönen und bunten Anfeuerungsrufen.

 

Awbin feuert ihr Team an, Foto: Michael Schwartz

Awbin feuert ihr Team an, Foto: Michael Schwartz

Awbin schafft es nicht in die nächste Runde, aber dafür ihre älteren Mitschüler von der benachbarten Stadtteilschule. Diese werden ab sofort lauthals unterstützt. Und zwischendurch holt sie sich noch ein Autogramm von den Profis: Neben Marvin Willoughby sind die Neuverpflichtungen der Hamburg Towers da, Enosch Wolf und Cornelius Adler. „Ich habe von beiden ein Autogramm bekommen und sogar noch ein Selfie mit den beiden gemacht“, freut sich Awbin. „Nun mache ich vor der Halle noch meinen Basketball-Führerschein.“ Bei dem Geschicklichkeitsparcours können die Schülerinnen und Schüler das Gelernte unter Beweis stellen.

Wie die Großen: Selfi mit Pokal, Foto: Michael Schwartz

Wie die Großen: Selfi mit Pokal, Foto: Michael Schwartz

Jeder hat mal angefangen

Nach sieben Turnierstunden stehen die Sieger fest. Neben dem Pokal geht es für die Gewinner-Teams zu ihren großen Vorbildern, zu einem Spiel der Hamburg Towers. Dann sitzen sie oben in der Tribüne und gucken runter auf den Hallenboden. Jeder hat mal angefangen und wer weiß, vielleicht war hier ein Star von morgen dabei.

 

Weitere Informationen

Hamburg Towers und Vattenfall

Blog-Artikel zum Training in der Basketball Akademie

Blog-Artikel zu den Hamburg Towers

Marvin Willoughby
Experte
6. Juli 2016

Ich komme aus Hamburg und bin in Wilhelmsburg aufgewachsen. Bis vor 10 Jahren war ich Basketball-Profi und habe in der Deutschen Nationalmannschaft gespielt. Mit 27 Jahren musste ich wegen einer Sprunggelenksverletzung meine Profi-Karriere beenden. Mit Freunden entwickelte ich die Idee, mit Basketball die Kids von der Straße zu holen und ihnen durch den Sport Werte zu vermitteln. Daraus ist der Verein „Sport ohne Grenzen“ entstanden, aus dem wiederum die Hamburg Towers gewachsen sind.

  • Experte
    Simone Ziegner Simone Ziegner
    27. März 2018

    Heizkraftwerk Tiefstack hat Jubiläum

    Nicht jeder Kraftwerksstandort kann auf eine so lange Tradition zurückblicken wie Tiefstack. Bereits seit über 100 Jahren wird hier Energie erzeugt. Immer wieder veränderten sich die Anlagen. In diesen Tagen [...]
  • Experte
    Bernd Mensing Bernd Mensing
    14. Februar 2018

    Neue Hotels in Hamburg boomen – Gute Aussichten für die Hamburger Fernwärme

    Der Tourismus boomt in Hamburg. Mehr als 13 Millionen Gäste kamen im letzten Jahr in die Hansestadt, mit stark steigender Tendenz. Immer mehr neue Hotels öffnen ihre Türen, allein zehn [...]
  • Experte
    Harry Budwilowitz Harry Budwilowitz
    9. Februar 2018

    Ausbildung zum Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

    Die Automatisierung von Prozessen wächst stetig. Da scheint die Ausbildung zum Elektroniker/in für Automatisierungstechnik zukunftsträchtig zu sein. Vattenfall bildet in fünf technischen Berufen und fünf dualen Studiengängen aus. Um einen [...]