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28. April 2017
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Gesundheitsförderung – Risiken und Nebenwirkungen

Die meisten verbringen einen großen Teil ihrer Zeit an ihrem Arbeitsplatz. Was liegt also näher, als das Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es auch der Gesunderhaltung dient? Viele Unternehmen engagieren sich daher in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Sie soll dazu beitragen, Arbeitszufriedenheit, Wohlbefinden und Motivation zu steigern. Denn ein Unternehmen kann nur dann erfolgreich sein, wenn seine Mitarbeiter leistungsfähig, leistungsbereit und motiviert sind.

In den sechziger Jahren zielte die „Rückenschule“ darauf ab, Menschen im Rahmen der Gesundheitserziehung über ihre Verhaltensweisen zu belehren. Dann hielten Yogamatten und Ernährungsberatungen Einzug in die Gesellschaft. Die Menschen übernahmen Eigenverantwortung für ihre Gesundheit. Heute sind Trends wie Achtsamkeit, Fitness, vegane Ernährung und „Sitzen ist das neue Rauchen“ allgegenwärtig. Und so wie sich das Bewusstsein der Menschen für ihre Gesundheit wandelt, so passen auch Unternehmen ihre Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung an.

Ernährung, Entspannung und Bewegung

Bewegung im Freien oder an Geräten ist gut, besonders für den Rücken

„Bei uns im Unternehmen hat die betriebliche Gesundheitsförderung lange Tradition. Viele der Präventionsangebote beziehen sich auf die drei Säulen Ernährung, Entspannung und Bewegung, wobei Bewegung gesundheitlich am wichtigsten ist“, sagt Tobias Schnabel, Betriebsarzt bei Vattenfall in Berlin. „Die Bedeutung regelmäßiger Bewegung für die Prävention vieler Stoffwechselerkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, seelischer Erkrankungen, selbst von Demenz ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt daher mindestens 2,5 Stunden körperliche Bewegung pro Woche.

In Deutschland kommen weniger als die Hälfte aller Männer und nur ein Drittel der Frauen auf dieses Minimum.“ Der derzeit viel zitierte Satz „Sitzen ist das neue Rauchen“ beschreibt die damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Für Mitarbeiter steht ein umfangreiches Angebot an Sportkursen, Ernährungskursen sowie Kursen zur Entspannung und zum Stressmanagement zur Verfügung. „Hier war unsere große Anzahl an verschiedenen Standorten allerdings jahrelang ein Problem,“ sagt Tobias Schnabel. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten teilweise an andere Standorte kommen, um Angebote wahrnehmen zu können. Das war für viele eine große Hemmschwelle“.

Mach mit bei machtfit

Dr. Tobias Schnabel befürwortet die Prävention sehr

Dieses Problem konnte das Unternehmen jetzt lösen: „Wir haben uns der Plattform machtfit angeschlossen“, sagt Tobias Schnabel. „Hier werden unseren Beschäftigten vielfältige Fitness- und Gesundheitskurse angeboten.“ Die Kurse finden jetzt nicht mehr nur noch an unseren Standorten statt. Es können auch Angebote in Fitnesscentern oder Sporteinrichtungen in Arbeitsplatz- beziehungsweise Wohnortnähe wahrgenommen werden. Alle Kurse können die Mitarbeiter direkt über eine Online-Plattform buchen. „Man kann nun zu der Location gehen, die einem persönlich am besten passt. Es gibt breitgefächerte Angebote und jeder kann zielgerichtet das machen, was für ihn geeignet ist – von Aquafit bis Zumba“, sagt Tobias Schnabel. „Dafür erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen finanziellen Zuschuss von Vattenfall. Und der kleine Eigenanteil erhöht am Ende die Motivation, wirklich hinzugehen.“

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Tobias Schnabel
Experte
28. April 2017

Nach Medizinstudium und mehreren Jahren Krankenhaustätigkeit in der Inneren Medizin wechselte ich 1997 in die Arbeitsmedizin, seit 2007 bin ich leitender Betriebsarzt. Die Faszination für die Arbeitsmedizin liegt für mich darin, dass im Mittelpunkt nicht die Behandlung von Gesundheitsproblemen steht, sondern die Prävention, ein Aspekt, der sonst im Gesundheitswesen noch viel zu wenig ausgeprägt ist. Ich bin überzeugt, dass Gesundheit in der Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung gewinnt und bin von den interessanten Kooperationsmöglichkeiten begeistert, die sich ergeben: mit Führungskräften, anderen Berufsgruppen und natürlich mit den einzelnen Mitarbeitern.

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