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ConnHack 2018 in Berlin © Connected Living, 2018
Experte
21. März 2018
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Hackathon „ConnHack“ 2018 – Belohnungssystem für effizientere Energienutzung

Programmierer, Data-Analysten, Designer und Wirtschaftswissenschaftler aus der ganzen Welt trafen sich zum „ConnHack 2018“ in Berlin. Unter dem Titel „With Data Analytics to new Connected Home Energy Concepts“ arbeiteten elf Teams zwei Tage lang an innovativen Lösungen für die Bereiche Energiewirtschaft, Smart Home, Vernetztes Leben und Internet der Dinge.

Zwei Tage lang haben über 50 Teilnehmer beim ersten Hackathon ConnHack, den der Verein Connected Living gemeinsam mit seinen Partnern veranstaltete, innovative Service-Modelle und Prototypen entwickelt. Auf Basis einer Vielfalt von anonymisierten Daten aus den Bereichen Smart Home, Energie und Internet of Things, die von den teilnehmenden Partnern unterschiedlicher Branchen geliefert wurden, generierten die Teilnehmer neue, datenbasierte Ideen.

ConnHack 2018 in Berlin. Foto: Connected Living, 2018

Während des Hackathons wurden die Teams von Mentoren, Design Thinkern und Helfern unterstützt. Zwei Zwischenpräsentationen, der sogenannte „Shark Tank“ und die Design-Thinking-Sessions, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, Experten-Feedback durch die Partnerunternehmen einzuholen, halfen dabei, Projektideen zu präzisieren und sich auf die Endpräsentation vorzubereiten.

Die Jury v. l.: Emre Acarer, SAP; Marlon Gray, Conrad Connect; Michael Theß, Signal Cruncher; Artur Borger, Fresh Energy; Tessa Haverland, Vattenfall; Christian Wiese, Innogy. Foto: Connected Living, 2018

Belohnungssystem für effizientere Energienutzung

Am Nachmittag des zweiten Tages stellten die elf Teams in jeweils fünfminütigen Präsentationen ihre Prototypen vor und wurden von einer Jury, bestehend aus den Repräsentanten der ConnHack-Partner, in den drei Kategorien „Kreativität/Idee“, „Business Case“ und „Prototyp“ bewertet.

Das Gewinnerteam „Volt Kraft“, entwickelte eine App, die Nutzer mit sogenannten „Volt Coins“ für beispielweise einen geringeren Stromverbrauch, das zeitlich effizientere Laden von Elektroautos oder die Bereitstellung von erzeugter Photovoltaik-Energie an das zentrale Stromnetz belohnt.

Die Sieger „Volt Kraft“ v. l.: Setareh Sadjadi, Karthick Perumal, Marcus Jones, Juanjiangmeng Du, Tiago Oliveira. Foto: Connected Living, 2018

Das Team über seinen Sieg: „Wir freuen uns, dass wir die Herausforderung „Energie zu hacken“ mit Erfolg gemeistert haben. Für uns war der Hackathon eine großartige Erfahrung. Wir haben in dieser Zeit eine Menge gelernt und tolle Menschen mit herausragenden Ideen aus der ganzen Welt kennengelernt.“ Das Team ist international zusammengesetzt. Zum Teil kannten sich die Mitglieder bereits aus dem Data Science Retreat, einem renommiertem Programm für Spezialisten auf diesem Feld.

Stimmen zum Hackathon

Cafer Tosun, SAP. Foto: Connected Living, 2018

Cafer Tosun, Senior Vice President SAP SE und Vorstandsmitglied von Connected Living, ist begeistert über die große Teilnehmerzahl und verdeutlicht die Bedeutung der Analyse und Verarbeitung von Daten als wichtigen Faktor für die Generierung von Mehrwerten: „Daten sind das Öl der Zukunft. Dieser Hackathon war deshalb so besonders, weil die Teilnehmer in einem realen Umfeld mit anonymisierten Daten aus der Praxis und einem echten System, dem SAP Data Hub, gearbeitet haben. Es ist faszinierend, zu sehen, was die jungen Talente in so kurzer Zeit geschafft haben.“

Christian Bogatu, Fresh Energy. Foto: Connected Living, 2018

Christian Bogatu, CEO von Fresh Energy und Beiratsmitglied von KIWI.KI, denkt, dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs sehen, wenn wir über Smart Home reden. Es verberge sich viel mehr dahinter. Smart Home müsse den Nutzern Mehrwerte durch digitale Services bieten.

Stefan Espig Innogy. Foto: Connected Living, 2018

Stefan Espig, Advisor für Data Driven Business Models B2B bei Innogy, sagt: „Smart Home könnte das neue Gateway zum Konsumenten werden. Daten aus vernetzten Geräten liefern uns Einsicht in die Konsumenten-Welt und ermöglichen so die Entwicklung zukünftiger, auf die Bedürfnisse der Konsumenten zugeschnittener Services und Produkte.“

Tessa Haverland, Vattenfall. Foto: Connected Living, 2018

Tessa Haverland, Business Development Manager bei Vattenfall, hebt die Bedeutung derartiger Events für die Energiebranche hervor: „Der Energiesektor befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Wir sehen Daten dabei als eine der wichtigsten Kernressourcen der Zukunft und möchten unsere Geschäftsmodelle vermehrt an den generierten Energiedaten ausrichten. Dies erfordert ein Umdenken bei bestehenden Geschäftsmodellen sowie den Aufbau neuer Kompetenzen, wie Maschinelles Lernen, Datenanalyse oder Datenkollaboration. Um eine solche Transformation erfolgreich durchzuführen, sind innovative Perspektiven und kreative Köpfe von großer Bedeutung. Die Teilnehmer des ConnHack waren ein gutes Beispiel für einen neuen Spirit, Vielfältigkeit und elf innovative Ideen, die echte Mehrwerte für die Energiebranche und unsere Gesellschaft schaffen können. Insbesondere die Projektideen für eine optimierte Nutzung von selbstproduzierter Energie durch Photovoltaikanlagen haben meiner Meinung nach großes Potenzial. Insgesamt war der ConnHack eine tolle Erfahrung für uns.“

Teilnehmer, Mentoren, Design Thinker und Helfer der ConnHack 2018 in Berlin © Connected Living,

Der ConnHack war ein gemeinsames Event des Innovationszentrums Connected Living und seiner Mitglieder SAP, Innogy, Vattenfall, Conrad Connect, DAI-Labor der TU Berlin, IOLITE, Fresh Energy und Signal Cruncher.

Innovationszentrum Connected Living

Als Teil der Digitalen Transformation führt das Internet of Things (IoT) zu enormen Veränderungen in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen. Das Vernetzte Leben der Zukunft erfordert ein Denken und Handeln über Branchengrenzen und klassische Geschäftsfelder hinaus. Das Innovationszentrum Connected Living unterstützt seit mehr als acht Jahren die Etablierung branchenübergreifender Partnerschaften zur Entwicklung von Lösungen für das Smart Home, das Digital Vernetzte Leben und Internet of Things. In Deutschlands größter Open-Innovation-Plattform für das Vernetzte Leben der Zukunft arbeiten mehr als 60 Mitgliedsinstitutionen gemeinsam an der Entwicklung kundenzentrierter Dienstleistungen und intuitiv nutzbarer Technologien. Mit interaktiven Events wie der Connected Living ConnFerence und themenbezogenen Innovationsworkshops, der Organisation vorwettbewerblicher Gespräche und „Connecting Events“ sowie mit seinem Smart Life Lab und F&E-Projekten fördert Connected Living insbesondere interdisziplinäre Kooperationen und Geschäftsmodelle sowie den fachlichen Austausch zwischen etablierten Unternehmen und Startups.

Dekarbonisierung und Digitalisierung: Ungenutzte Chancen der Energiewende

Tessa Haverland
Experte
21. März 2018

Innovationen und neue Geschäftsfelder sind meine Leidenschaft. Diese Themen treibe ich seit 2010 bei Vattenfall voran. Zunächst in der internen Managementberatung, dann im Bereich Business Development. Die Bandbreite reichte dabei von Smart Metering über Elektromobilität bis hin zu Sustainable Cities. Seit etwa 2 Jahren wohne ich in einem smarten zu Hause. Eine gute Voraussetzung für meine aktuelle Aufgabe: seit Oktober 2015 bin ich in der BA Customers & Solution für die Weiterentwicklung des Themas Smart Home verantwortlich.

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