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Es ist eines der größten Wohnungsneubauprojekte in Berlin: das Erschließungsgebiet Steglitzer ParkQuartier. Zwischen Goerzallee, Harry-S.-Truman-Allee und William-H.-Tunner-Straße entstehen 64 Reihenhäuser, 127 Miet- und 165 Eigentumswohnungen. Und dieses Großprojekt ist auch ein Großprojekt für die Vattenfall Wärme AG. Denn alle Häuser und Wohnungen werden an das umweltfreundliche Fernwärmenetz des Berliner Unternehmens angeschlossen. Den Hut dafür hat eine Frau auf: Bauleiterin Regine Meier.

Ein vorbereiteter Fernwärme-Rohrleitungs-Graben, Foto: Vattenfall

Ein vorbereiteter Fernwärme-Rohrleitungs-Graben, Foto: Vattenfall

Im Mai vergangenen Jahres haben wir mit den Bauarbeiten in Steglitz begonnen. Seither wurden für das neue Wohngebiet rund 1.000 Meter Trassen ausgehoben und 2.000 Meter Rohre neu verlegt, verbunden und verschweißt sowie 30 Übergabestationen errichtet. Die Wärmeleistung beträgt 1.148 Kilowatt.

Als Bauleiterin ist es meine Aufgabe, diese Bauarbeiten zu koordinieren und zu kontrollieren. Das klingt einfach, doch dahinter stecken tausende „Kleinigkeiten“, die gemeistert und beachtet werden müssen: Kalkulationen, Angebote, Verträge und Abrechnungen, Ortstermine, Abstimmungen und Gespräche mit Mietern, Eigentümern und beauftragten Firmen, Gesetze, Richtlinien und Verordnungen sowie auch die Zusammenarbeit mit Behörden und Lastenträgern. Da klappt vieles nicht von heute auf morgen.

Baustellen dieser Art: ein gutes Zeichen für noch mehr umweltfreundliche Fernwärme, Foto: Vattenfall

Baustellen dieser Art: ein gutes Zeichen für noch mehr umweltfreundliche Fernwärme, Foto: Vattenfall

So haben wir in Steglitz zum Beispiel die Genehmigung für den Aufriss der Goerzallee zum Verlegen der Fernwärmeleitungen erst im September bekommen. Doch die ersten Mieter waren bereits eingezogen. Deshalb mussten wir zur Versorgung vorübergehend zwei Heizcontainer aufstellen. Kurz vor Weihnachten konnten wir dann endlich bereits fertig gestellte Häuser an unser Fernwärmenetz anschließen.

Diese vorübergehende Versorgung der neuen Anwohner über Heizkessel war für uns natürlich nicht zufriedenstellend und der Termindruck bei den Bauarbeiten ziemlich hoch. Doch die Koordination mit allen beteiligten Firmen hat immer gut funktioniert. Und ich bin optimistisch, dass wir in den nächsten Wochen gut vorankommen – vorausgesetzt, das Winterwetter macht uns keinen Strich durch die Rechnung. Denn bis zum Sommer wollen wir den neuen Steglitzer Wohnpark komplett an unser Fernwärmenetz angeschlossen haben.

Projekt Seesener Straße

Bereits im März soll auch für ein Wohngebäude in der Seesener Straße 40 – 47 in Charlottenburg unsere umweltfreundliche Fernwärme fließen. Die vier Übergabestationen im Haus stehen bereits. Dafür haben wir die Zeit zwischen Antragstellung und Genehmigung für die Bautrasse genutzt. Und Mitte Januar konnten wir auch endlich mit dem Rohrleitungsbau beginnen. Für die Fernwärmeleitung musste in der Seesener Straße eine rund 1,3 Meter tiefe und 230 Meter lange Trasse ausgehoben werden.

Den Blick ins Innere einer Fernwärmerohrleitung, Foto Vattenfall

Hier die bereits verlegte Fernwärmeleitung, Foto: Vattenfall

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Den Blick ins Innere der Fernwärmerohrleitung am Hohenzollerndamm, Foto: Vattenfall

Aus Erfahrung weiß ich, dass Anwohner und Autofahrer über Straßensperrungen aufgrund der Bauarbeiten nicht wirklich erfreut sind. Doch wir bemühen uns mit den Behörden und allen beteiligten Firmen, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist mir ein gutes Verhältnis zu allen am Projekt Beteiligten und vor allem auch zu den Anwohnern sehr wichtig.

Sicherlich gibt es hin und wieder Konflikte, aber die Anwohner verstehen oft schnell, dass unsere Fernwärme eine saubere Sache ist und die Berliner Luft dadurch nur besser wird. Hier in der Seesener Straße ist es uns Dank des Neubaus sogar möglich, weitere bereits bestehende Mietshäuser, in denen Heizkessel noch mit Öl befeuert werden, auch endlich an die Fernwärmeversorgung anzuschließen.

Nicht vergessen: Am 8. März ist Weltfrauentag

Regine Meier
Experte
29. Februar 2016

Zugegeben - es war nie mein Kindheitstraum, auf dem Bau zu arbeiten. Eigentlich wollte ich immer Meeresbiologin werden. Doch es kam wie so oft im Leben anders. Ich hab Vermessungstechnikerin gelernt, kam 1982 zur Bewag-Fernwärme und arbeitete in einem Zeichenbüro. An der Abendschule absolvierte ich eine Ausbildung zum Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik und war dann als Konstrukteurin für die Planung und Bauleitung von Hausanschlüssen tätig. Seit 1990 bin ich als Bauleiterin für die Fernwärmeversorgung in unserer Stadt im Einsatz.

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