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11. Januar 2016
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Klimaneutralität für Berlin bis 2050

Klimaneutralität für Berlin in 2050 ist nicht nur eine Vision oder eine politische Beschlusslage mit breitem Konsens. Klimaneutralität ist machbar. An vielen Stellen der Stadt hat die Umsetzung bereits begonnen. So ist neben den beiden großen Energieunternehmen E.ON und Engie auch Vattenfall im Sommer 2015 vom Berliner Senat zu „Energiegesprächen“ aufgefordert worden. Darin ging es um Konzepte, den Weg zu skizzieren, auf dem Berlin die Klimaneutralität erreichen kann. Wie in Stockholm, Amsterdam oder Kopenhagen, wo konkrete Klimaneutralitätspfade bereits verbindlich vereinbart sind, basiert Vattenfalls Konzept auf der vorhandenen Energieinfrastruktur, dem breiten politischen Konsens, strategischen Einfluss auf alle wichtigen energiepolitischen Entscheidungen nehmen zu wollen, sowie auf der Einbindung aller Akteure der Stadtgesellschaft.

Klimaallianz und Investitionen umgehend möglich

Der Berliner Senat führt weitreichende Energiegespräche durch. Foto: Tobias Arhelger

Das Land Berlin setzt auf Klimaneutralität. Foto: Tobias Arhelger

Vattenfall hat dem Land Berlin im Rahmen der Energiegespräche angeboten, eine schnelle Planungssicherheit für die zukünftige Entwicklung der zentralen Bestandteile der Berliner Energieinfrastrukturen zu schaffen. Das Konzept ist modular und für das Land in Teilschritten umsetzbar. Vattenfall hat umfassende Investitionen angeboten, auf deren Basis der Umbau der Berliner Versorgungsinfrastruktur finanziell abgesichert werden kann.

Bis 2020 werden in Berlin zwei Milliarden Euro in die Strom- und Wärmeversorgung investiert. Sie sind im Rahmen der aktuellen Klimaschutzvereinbarung zwischen Vattenfall und dem Land Berlin bereits vereinbart. Bis 2050 beträgt das für die Klimaneutralität notwendige Investitionsvolumen in die Strom- und Wärmeversorgung insgesamt rund 13 Milliarden EUR.

Kohleausstieg kommt

Vattenfall betreibt in Berlin einen gewachsenen Kraftwerkspark, der bis 2030 – spätestens 2035 – vollständig ohne Kohle, Strom und Wärme erzeugt. Das Gesamtkonzept bis 2050 sieht, bezogen auf die Reduktion von CO2-Emissionen vor, die Zwischenziele des Berliner Energiewendegesetzes in den Jahren 2030 und 2040 deutlich zu unterschreiten. Über die aktuelle Klimaschutzvereinbarung hinaus strebt Vattenfall an, die eigenen CO2-Emissionen von 2020 bis 2050 kumuliert um rund 70 Mio. Tonnen zu reduzieren. Damit vermindert sich der jährliche CO2-Ausstoß von 6,4 Mio. Tonnen im Jahr 2020 auf 2 Mio. Tonnen im Jahr 2050.

Vorreiter der Wärmewende

10.000 Kubikmeter Speichermöglichkeit für Wärme in Neukölln, Foto: Vattenfall

Ein Symbol für die Wärmewende: Speicher in Berlin-Neukölln, Foto: Vattenfall

In den kommenden Jahren ist Power-to-Heat aus erneuerbaren Energien eine Schlüsseltechnologie für die Versorgung des städtischen Gebäudebestands und die Flexibilisierung des effizienten KWK-Anlagenparks. Mit der Integration von erneuerbarem Überschussstrom wird der Einsatz von fossilem Gas zur Wärmegewinnung vermieden.

Darüber hinaus bietet Vattenfall weitere Schritte an und wird zusätzliche Wärmequellen wie geothermische Wärme und industrielle Prozess-Abwärme in das Berliner Fernwärmenetz integrieren. Durch die Vorhaltung von regionaler Biomasse aus dem Berliner Umland in Deutschlands größtem Kurzumtriebsanbau bietet Vattenfall außerdem klimaneutrale Energielösungen für alle Berliner Wärmekunden an.

SmartCity Berlin

2 neue Kältemaschinen versorgen seit Juli 2015 den Potsdamer Platz und das Regierungsviertel mit Kälte. Kältekunden

In Kooperation mit dem Berliner Heizkraftwerk Mitte gibt es Kälte am Potsdamer Platz, Foto: Vattenfall

Berlin ist ein Magnet für die digitale Wirtschaft und für urbane Energieprojekte. Die Stadt kann mit einer fokussierten Steuerung dieser Initiativen und Projekte die führende SmartCity in Europa werden. Das Stromnetz wird dabei künftig als vernetztes Betriebssystem, Rückgrat und Katalysator der Energiewende dienen. Vattenfall gestaltet darauf aufbauend Komponenten einer Smart Energy City, die ihrerseits Bestandteil eines übergreifenden SmartCity-Konzeptes ist.

Mit Vattenfall maximalen Einfluss sichern

Das Land Berlin will die Energieversorgung der Stadt stärker definieren und möchte sich dazu an der bestehenden Energieinfrastruktur beteiligen können. Zugleich soll eine Energiewendeplattform in 100-prozentigem Eigentum des Landes errichtet werden. Diese Vorstellung ist mit dem Vattenfall-Konzept kompatibel. Darüber hinaus bietet Vattenfall dem Land eine Reihe von Beteiligungsoptionen an. So ist bezüglich der beiden zentralen Berliner Energie-Akteure GASAG AG und Vattenfall Europe Wärme AG vorgesehen, dem Land Berlin schnell strategischen Einfluss auf beide Unternehmen zu verschaffen und diese dauerhaft zu stärken.

Weitere Informationen:
Erläuterungen zu allen Energiegesprächen des Berliner Senats sowie Kurzbeschreibungen der Angebote der beteiligten Energieunternehmen

Deutschlandfunk, 17.2.2016: Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden

Hannes Hönemann
Experte
11. Januar 2016

Ich kümmere mich zusammen mit meinem Team um die deutschsprachigen digitalen Kanäle von Vattenfall. Unsere wichtigsten Zielgruppen finden wir in Berlin und Hamburg. Das sind auch weiterhin unsere wichtigsten Märkte in Deutschland. Mit der Energiewende wandelt sich auch das Unternehmen. Da gibt es viel zu erzählen.

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