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Installation Solarmodule / Foto: Markus Altmann
Experte
11. September 2017
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Was ist Solar-Mieterstrom?

Die Energie der Sonne steht kostenlos zur Verfügung und ist nachhaltig. Was liegt näher, als sie zur Stromerzeugung zu nutzen. Zum Beispiel mit Solar-Paneelen auf Wohnhäusern. Die Entscheidung über eine Photovoltaik(PV)-Anlage auf dem Dach einer Immobilie treffen die Hauseigentümer. Diese profitieren schon seit längerem von Solarstrom. Mieter hatten bisher nur begrenzte Möglichkeiten. Das neue Mieterstrom-Gesetz setzt hier an. Es lässt sie direkter an der Energiewende teilhaben.
Mieterstrom: Installation einer Photovoltaik-Anlage auf einem Dach

Mieterstrom: Installation einer Photovoltaik-Anlage auf einem Dach

Rechnet sich selbst erzeugter Solarstrom vom Dach auch für Mieter im Mehrfamilienhaus? Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäuser profitieren schon länger.
Nun können auch Mieter die Energie der Sonne nutzen. Das neue Mieterstromgesetz ermöglicht Mieterstrom vom Dach des Wohnhauses. Für Eigentümer von Mietshäusern, zum Beispiel Wohnungsbaugesellschaften war Solarstrom auf dem Dach ihrer Wohnanlagen zu erzeugen und damit die Mieter zu versorgen bislang nicht interessant. Doch auch Mieter wollen lokal erzeugten, grünen Strom nutzen. Auf diesen Wunsch hat der Gesetzgeber jetzt reagiert.

Mieterstrom vom Dach des Wohnhauses

Vattenfall. Verladung Solarmodule Nedlitzer Str. 5 und 7, Berlin 14.08.2017

Mit der Verabschiedung des neuen Mieterstromgesetzes im Juli 2017 soll über eine Zulage der Verkauf von Solarstrom aus PV-Anlagen auf Mietshäusern an die Hausbewohner gefördert werden. So können die Mieter den grünen Strom vom Hausdach nutzen und die Energiewende vor Ort unterstützen.

Doch wie genau funktioniert die Sache mit dem Mieterstrom?

Entscheidung trifft der Vermieter

Dazu Andreas Busse, Experte bei Vattenfall für Mieterstrom: „Dreh- und Angelpunkt ist der Vermieter. Entscheidet er sich für eine PV-Anlage, ebnet er damit seinen Mietern den Weg für den Solarstrom vom Dach ihres Wohnhauses.“ Dafür muss der Vermieter nicht mal investieren. „Bei unserem Mieterstrom-Produkt – es heißt Haus-Strom – kauft Vattenfall die PV-Anlage. Der Vermieter hat also keine Kosten für die Anlage. Dafür aber bessere Wohnbedingungen und zufriedenere Mieter.“ erläutert Andreas Busse.

Auf die technische Prüfung kommt es an

Montage der Solarmodule auf dem Dach für Mieterstrom in Berlin

Bevor es soweit ist, müssen grundlegende technische Fragen geklärt werden: Hat das Dach die passende Ausrichtung? Ist es stabil genug für das Gewicht der Solaranlage? Ist es groß genug in Relation zur Anzahl der Mieter? Passt alles, wird auf dem Hausdach eine Unterkonstruktion aufgestellt. Auf diese werden die Solarmodule montiert. Nach rund vier Wochen kommt der erste grüne Strom vom eigenen Dach.

Schon nach kurzer Zeit fließt der erste Solarstrom

Andreas Busse freut sich, wenn er Mieter mit im eigenen Haus erzeugten Strom versorgen kann. „Sobald die Solarmodule aufs Dach gehoben werden, kommen die ersten Fragen der Mieter. Sie freuen sich, dass in ihrem Kiez grüner Strom erzeugt wird und sie dabei sein können. Natürlich nur, wenn der Preis stimmt – doch dafür sorgen wir.“

Schneller Wechsel zum Mieterstrom

Die Mieter können ihren Stromanbieter selbstverständlich weiterhin frei wählen. Entscheiden sie sich für den grünen Strom aus dem eigenen Haus, kümmert sich Vattenfall um alle Formalitäten des Anbieterwechsels.

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Andreas Busse
Experte
11. September 2017

Energie fasziniert mich, weil sie für den modernen Komfort in unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Deshalb habe ich neben Betriebswirtschaftslehre auch Energiemanagement studiert. Bei Vattenfall bin ich seit 2010 und beschäftige mich seit rund vier Jahren mit Mieterstrom. Gestartet haben wir mit Haus-Strom aus Blockheizkraftwerken. Und jetzt kommt Photovoltaik dazu. Es wird immer nachhaltiger – und das freut mich sehr.

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