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Se Gye Jeon und Seokchan Woo aus Südkorea bei Vattenfall
Experte
15. Dezember 2017
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Praktikum 8.000 Kilometer von zu Hause entfernt

In einem fernen Land zu arbeiten, ist für viele Menschen schwer vorstellbar. Es ist kein leichter Weg, erfordert Mut, Ehrgeiz und Engagement. Zwei junge Koreaner haben diesen Schritt gewagt. Mehr als 8.000 Kilometer entfernt von zu Hause machen sie ihr Praktikum. Se Gye Jeon (17J.) und Seokchan Woo (18J.) haben sich mit der deutschen Sprache auseinandergesetzt und viel über Berlin gelernt.

Zoran Mravak, Ausbilder; Seokchan Woo; Young In Go, koreanische Betreuerin und Deutschlehrerin; Sabine Venke, Schulleiterin und Se Gye Jeon, (v.l.) Foto: Vattenfall

Se Gye Jeon und Seokchan Woo sind stolz auf sich, aber auch traurig. Nach einem eindrucksvollen Zwischenstopp in Deutschland geht es zurück in die Heimat. Sie kommen aus Daegu, der viertgrößten Stadt Südkoreas. „Selbstverständlich haben wir Heimweh, aber wir hatten eine gute Zeit hier in Deutschland“, erzählen sie. Zu Hause besuchen sie die „Daegu IL Meisterschule“, eine Fachschule für KFZ-Technik.

Abenteuer Praktikum im Ausland 

Die beiden jungen Koreaner zeigen stolz ihre Zeugnisse für das absolvierte Praktikum, Foto: Vattenfall

Die beiden Teenager haben sich für ein dreimonatiges Auslandspraktikum bei Vattenfall entschieden. Hier konnten sie sich den Grundlagen der Elektrotechnik und der Installationstechnik widmen. Sie haben Leitungen verlegt, gelötet, verdrahtet und sich mit den Verbandsbestimmungen auseinandergesetzt. Weitere Fachkenntnisse haben der 17- und der 18-Jährige im OSZ Tiem in Berlin-Spandau erworben. Zwischen dem OSZ und Vattenfalls Aus- und Fortbildungszentrum besteht eine enge Kooperation.

Gewohnt haben die Praktikanten in einer gemütlichen WG, gemeinsam mit einer koreanischen Familie. Das Kultusministerium hat die Unterkunft finanziell unterstützt. Neben ihrem Lern- und Arbeitsalltag fanden Se Gye Jeon und Seokchan Woo genügend Zeit für deutsche Kultur. Sie haben sich viele Museen in Berlin angesehen, an Stadtrundfahrten teilgenommen und Städte wie Frankfurt und Dresden besucht. „Wir haben die Zeit in Deutschland genossen. Unvergessliche Eindrücke der schönen Städte und Erinnerungen an neu gewonnene Freundschaften begleiten uns nun in die Heimat“, schwärmen sie.

Einen Schritt weiter im Leben

Das Praktikum und die Chance, es in der deutschen Hauptstadt zu absolvieren hat die Beiden nachhaltig beeindruckt. Sie wollen auf jeden Fall zurückkommen. Ein Auslandspraktikum, wie es die beiden Teenager in Deutschland gemacht haben, ist nicht selbstverständlich, jedoch in Korea hoch angesehen. „Die Verantwortlichen an der Meisterschule arbeiten angestrengt daran mehr Angebote dieser Art zu schaffen und diese als Standard einzuführen“, erzählt Young In Go, die Betreuerin und Deutschlehrerin der beiden.

Weit mehr als eine Ausbildung

Zurück in Korea beginnt die Bewerbungsphase für die beiden Jungs. Ihre Prüfungen haben sie vor ihrem Deutschland-Abenteuer geschrieben. „Erstmal beenden wir unsere schulische Ausbildung in Korea. Danach planen wir unser Comeback in Deutschland, um hier zu arbeiten“, so beide übereinstimmend.

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Young In Go
Experte
15. Dezember 2017

Zurzeit unterrichte ich Koreanisch an einem Gymnasium in Deutschland. Die Arbeit als Lehrerin macht mir Spaß und ist meine Leidenschaft. Außerdem arbeite ich als Dolmetscherin für das Kultusministerium, wenn eine koreanische Delegation zu Besuch ist. Ich haben Se Gye Jeon und Seokchan Woo während ihres Praktikums betreut und stand ihnen für alle Fragen zur Seite.

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