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Zentrallabor in Berlin Spandau
Experte
10. Juli 2017
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Qualitätssicherung mit Prozessanalytik

Mit modernster Analysetechnik sorgen die Kolleginnen und Kollegen der Prozessanalytik dafür, dass Vattenfall bei allen an der Wärme-, Kälte- und Stromerzeugung beteiligten Stoffen die strengen Vorgaben einhält.

Im Berliner Zentrallabor an der Otternbuchtstraße, nur ein paar Schritte von den Heizkraftwerken Reuter und Reuter West entfernt, startet ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Prozessanalytik zu den über 30 Standorten im gesamten Hauptstadtgebiet. Vor Ort holen sie Proben ein, die später im Labor mit modernster Analysetechnik unter die Lupe genommen werden. Sie überprüfen zudem Anlagen und führen Vor-Ort-Analytik im mobilen Laborfahrzeug durch.

Matthias Tiller entnimmt im Kraftwerk Proben, Foto: Vattenfall

Die Aufgaben der Laborkollegen sind vielfältig: Neben der Qualitätssicherung bei der Brennstoffversorgung erfolgt eine kontinuierliche Kontrolle und Analyse der Wasser-, Dampf-, Entschwefelungs- und Rauchgasreinigungsprozesse. Auch die Qualität des Fernwärmewassers sowie von Nebenprodukten der Erzeugung wie Gips, Schwefeldioxid, Flugasche und Granulat wird geprüft. Das Laboratorium ist für die Freigabe der Flugasche zum Einsatz im Beton verantwortlich. Darüber hinaus kontrolliert die Laborbesatzung die Isolieröle von Trafos und anderen elektrischen Betriebsmitteln.

Für das Land Berlin

Probenkoffer, Foto: Vattenfall

Weiterhin ist es zugelassene Untersuchungsstelle für Direkt- und Indirekteinleitung von Abwasser für das Land Berlin. Vom Labor wird die Eigenüberwachung der entsprechend den wasserbehördlichen Erlaubnissen und Genehmigungen erforderlichen Wasser- und Abwasseruntersuchungen durchgeführt.

Für die Umweltbehörde

Überprüfung des pH-Wertes des Speisewassers in der Kraftwerksanlage, Foto: Vattenfall

Das Emissionsmesstechnik-Team kontrolliert und wartet an den Überwachungsanlagen die Mess- und Rechentechnik und beseitigt Störungen. Dadurch haben die Umweltbehörden jederzeit Einblick in Prozessdaten, und die Aufsicht über die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte ist gewährleistet. Seit August 2016 wird zudem die Überprüfung aller Feuerlöscher der Wärme Berlin koordiniert. Und damit ist noch nicht mal die Hälfte der Tätigkeiten genannt.

Für die Anlagen

Von der Zuverlässigkeit des Labors hängt eine Menge ab. Vor allem auf die Einhaltung der strengen gesetzlichen Umweltrichtlinien wird großes Augenmerk gelegt. Eine dauerhafte Überschreitung von Grenz- und Emissionswerten etwa würde zur Zwangsabschaltung der betreffenden Anlage führen. Darüber hinaus sind regelmäßige belastbare Analysen und fundierte Bewertungen für die Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit der gesamten technischen Infrastruktur von Bedeutung. Deshalb werden beispielsweise Anfahrprozesse nach längeren Stillständen durch anlagenerfahrenes Laborpersonal begleitet. Ohne Laborcheck und anschließendes „Okay“ geht in der Regel keine Turbine an den Start.

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Umwelt und operatives Geschäft

Unterwegs im rockenden Labormobil

Peter Michael Wilke & Martina Hammerstroem
Experte
10. Juli 2017

Peter Michael Wilke: Ich bin Diplom-Ingenieur für Kraftwerkstechnik und seit 1974 im Unternehmen. Nach mehreren Führungspositionen in den Berliner Kraftwerken, habe ich vier Jahre lang den Bereich Prozessanalytik in Berlin und Hamburg geleitet und bin heute für das Labor und die Emissionsmesstechnik in Berlin verantwortlich. Martina Hammerström: Als Diplomingenieurin für Chemie bin ich seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen und seit 2016 für die Leitung des Prozessanalytik-Labors in Berlin verantwortlich. Gemeinsam mit den Teamkollegen führe ich an über 30 Standorten qualifizierte Probenahmen und chemische Analysen durch und beraten die Betreiber der Kraftwerke, Heizwerke, Heiznetze und dezentralen Anlagen.

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