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Gemeinsames Einschalten des ersten fernauslesbaren Wärmezähler für das Land Berlin
Experte
29. Januar 2018
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Smarte Wärmezähler für Berliner Fernwärme

Die Vattenfall Wärme Berlin forciert die Wärmewende in der Hauptstadt. Bis Jahresende sollen alle Kunden mit smarten Wärmezählern ausgerüstet sein. Mit dieser flächendeckenden Installation ist das Unternehmen Vorreiter in Deutschland.

Der offizielle Startschuss für das ehrgeizige Projekt fiel am 23. Januar 2018 im Roten Rathaus. Das geschichtsträchtige Gebäude mit seinen rund 200 Räumen bezieht bereits seit 1971 Fernwärme. Jetzt, 47 Jahre später, wird im Heizungskeller die digitale Zukunft der Fernwärmeversorgung eingeläutet: Gemeinsam schalten Björn Böhning, Chef der Berliner Stenatskanzlei und Vattenfall Wärmevorstand Gunther Müller den ersten fernauslesbaren Wärmezähler für das Land Berlin ein.

V. l.: Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, Gunther Müller, Vattenfall Wärmevorstand, Raul Fuchs Vorstand Marketing und Vertrieb Firma Samson, Alf Geßner, Leiter des Fernwärmenetzes bei Vattenfall. Foto: Pedro Becerra

Passgenauere Steuerung durch smarte Wärmezähler

„Dieses kleine smarte Messsystem ist der Schlüssel für eine noch passgenauere Steuerung unseres rund 2000 Kilometer langen Fernwärmesystems von der Erzeugung bis zum Endverbraucher. Brennstoffe können optimal eingesetzt werden, der Ausstoß an CO2-Emissionen wird verringert. Das erhöht die Effizienz und senkt Kosten. Wir unterstützen mit dieser Technologie das Ziel des Landes Berlin, sich bis 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln“, sagt Gunther Müller vor Journalisten und Mitarbeitern, die den historischen Schritt miterlebten. Staatssekretär Björn Böhning nennt den intelligenten Wärmezähler ein wichtiges technisches Signal, Berlin zu einer smarten, lebenswerten und erfolgreichen Stadt zu entwickeln. Dafür seien Partner wie Vattenfall unerlässlich.

Kostenlose Installation bis Jahresende

„Bis Jahresende wollen wir die Berliner Fernwärme-Kunden mit der digitalen Messeinheit ausstatten“, so Alf Geßner, Leiter des Fernwärmenetzes. Damit werden aus derzeit 60 Netzinformationspunkten rund 20.000. Sie alle sind verbunden mit der Wärmeleitwarte, die die Fernwärmeversorgung in Berlin überwacht und steuert. Die Installation der Zähler ist für Kunden kostenlos und erfolgt bei laufendem Betrieb. Das heißt, die Wärmeversorgung der 1,2 Millionen Berliner Fernwärmenutzer wird nicht unterbrochen.

Installation eines Smartmeter und Fernwärmezähler im Heizungskeller des Roten Rathauses – Pressetermin 23. Januar 2018. Foto: Pedro Becerra

Smarte Wärmezähler ermöglichen maßgeschneiderte Versorgung

Auch ist mit dem smarten Fernwärmezähler die Zeit des manuellen Ablesens Vergangenheit. Alle 15 Minuten werden hausbezogene Wärme-Verbrauchsdaten wie Temperatur, Druck und Durchflussmenge erfasst, per GMS-Signal an die Wärmeleitwarte gesendet und dort ausgewertet. „Diese Informationen stellen das Energiemanagement auf eine völlig neue Stufe“, so Alf Geßner. Der Kunde kann anhand seiner Verbrauchsparameter eine maßgeschneiderte Wärmeversorgung erhalten und sein Nutzungsverhalten anpassen. Auch ist die Technik Basis für energetische Optimierungen wie bei der Gebäudesanierung. Die gewonnenen Daten vereinfachen zudem Abrechnung, Störungsanalyse und Kundenberatung. Gunther Müller: „Mit Smart Meter treten wir in einen noch engeren Dialog mit unseren Kunden.“

Wärmeleitwarte: Grüne Welle für Fernwärme

Aus Berlin für Berlin

Anfang Dezember haben Vattenfall Wärme Berlin und die Firma Samson einen Vertrag über die digitale Technik und Dienstleistungen abgeschlossen. „Damit kommen die smarten Zähler und die digitale Dienstleistung für die Berliner Wärmewende aus unserer Stadt“, so Wärme-Vorstand Gunther Müller. Die Vattenfall Wärme Berlin investiert in diese digitale Zukunft der Fernwärmeversorgung rund 9,3 Millionen Euro.

Gunther Müller
Experte
29. Januar 2018

Seit rund 30 Jahren dreht sich in meinem Berufsleben alles um Energie. Als Chef der Vattenfall Wärme Berlin möchte ich die lokale Wärmewende als wichtigen Teil der Energiewende voranbringen. Eine große Herausforderung, die wir gemeinsam mit der Stadtgesellschaft, anderen Unternehmen und Akteuren in den Quartieren stemmen werden. Als ausgebildeter Betriebswirt habe ich dabei ein besonderes Auge auf die Balance von Ökologie und Ökonomie als Basis für eine nachhaltige Energieversorgung.

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