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Multimodale Verkehrsanbindung, Foto: HHM, Michael Lindner
Experte
8. Februar 2017
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Stromkosten sparen durch Peak Shaving

Die Netzentgelte sind 2017 erneut gestiegen – und für die nächsten Jahre werden weitere Steigerungen erwartet. Geld, das für die Stromrechnung ausgegeben werden muss, fehlt den Unternehmen für Investitionen an anderer Stelle. Eine Möglichkeit, die Stromrechnung zu senken, ist es, Lastspitzen zu vermeiden und Netzentgelte einzusparen. Vattenfall bietet hier mit dem Einsatz von Batteriespeichern ein sogenanntes Peak Shaving an – der Weg lohnt sich für viele Unternehmen.

 

Container-Riesen

Container Treffen der Container-Riesen im Waltershofer Hafen, Foto: HHM/Peter Glaubitt

Unternehmen sind mit einem Anteil von fast 70 Prozent größter Stromabnehmer in Deutschland – fast die Hälfte des Stromverbrauchs fällt davon auf die Industrie.1 Um Metalle zu schmelzen, Maschinen zu fertigen und Zement zu gießen werden große Mengen an Energie benötigt. Nicht nur industrielle Prozesse, auch beispielsweise Logistikunternehmen, Kliniken oder Dienstleistungen wie Rechenzentren und Hotellerie benötigen eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung. Sie alle besitzen ein großes Potential zur Einsparung von Netzentgelten mittels Peak Shaving.

Was können Unternehmen tun?

Anstieg der Netzentgelte seit 2011, Quelle: BNetzA Monitoring-Bericht

Die naheliegende Möglichkeit, Lastspitzen zu glätten und damit Netzentgelte einzusparen, lässt sich zum einen über ein Lastmanagementsystem erreichen – oder über eine vor Ort installierte Erzeugungsanlage. Auf beiden Wegen lässt sich der Verbrauch flexibilisieren. Die immer günstiger werdenden Batteriespeicher-Technologien bieten jedoch ganz neue Möglichkeiten, flexibel auf Lastspitzen zu reagieren.

Netzentgelte mit Batteriespeichern optimieren

Einsparung von Netzentgelten mit Batteriespeichern, Grafik: Vattenfall

Felix Halfmann hat für Vattenfall den Einsatz von Batteriespeichern zur Senkung von Netzentgelten mitentwickelt. „Wir können Unternehmen dabei helfen, je nach Einsatz des Batteriespeichers im Ergebnis einen beträchtlichen Anteil der Netzentgelte einzusparen. Dieser Anwendungsfall wird gerade vor dem Hintergrund steigender Netzentgelte und sinkender Kosten für Batteriespeicher immer attraktiver.“

Neben der Einsparung von Netzentgelten können Batteriespeicher zusätzlich weitere Anwendungen für den Verbraucher übernehmen: Hier geht es vorrangig darum, die Spannungsqualität zu verbessern, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung zu gewährleisten und die Kosten für den Strombezug zu optimieren.

Batteriespeicher: vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Für welche Unternehmen lohnt sich der Einsatz von Batteriespeichern?
Zum einen kann ein Speicher dazu genutzt werden, die Spitzenlast des Unternehmens durch eine Lastverlagerung zu senken. Hierdurch reduziert sich das vom Kunden zu zahlende Leistungsentgelt. In Betracht kommen Kunden, die einen Jahresverbrauch von mehr als 100.000 Kilowattstunden und mehr als 2.500 Benutzungsstunden haben.

Eine weitere Zielgruppe sind Betriebe, die Schwierigkeiten haben, die sogenannte Erheblichkeitsschwelle im Sinne des §19 Abs.2 S.1 StromNEV2 zu erreichen. Ein Batteriespeicher kann das Unternehmen dabei unterstützen, diese Erheblichkeitsschwelle zu erreichen mit der Folge, dass sie ein geringeres Leistungsentgelt zahlen müssen.

Ein Zementwerk: Hier wird viel Energie benötigt, Foto: fotolia

Schließlich ist der Einsatz von Batteriespeichern für all die Unternehmen interessant, die – bei einem Verbrauch von mehr als 10 Gigawattstunden pro Jahr – Schwierigkeiten haben, die gemäß § 19 Abs.2 S.2 StromNEV2 geforderte Benutzungsstundenzahl von 7.000 Stunden zu erreichen. Das betrifft zum Beispiel Hafenlogistikunternehmen, die zwar eine hohe Stromabnahme haben, aber regelmäßig unter der Grenze von 7.000 Stunden liegen. Auch hier kann ein Batteriespeicher helfen, diese Grenze zu erreichen und abzusichern.

Vattenfalls Energieerfahrung bringt weitere Vorteile

„Die Entwicklung des sogenannten Peak Shaving ist ein Ergebnis aus unserer langjährigen Erfahrung bei der Projektierung und dem Aufbau von schlüsselfertigen Batteriespeichern. Vattenfall verfügt nicht nur über die Infrastruktur und das Know-how eines etablierten  Energiehandelshauses, sondern hat auch Zugriff auf einen Kraftwerkspark. Wir können Batteriespeicher daher auch optimal im Energiemarkt vermarkten. Konkret heißt das, dass wir hierdurch Primärregelleistungen zur Verfügung stellen können. Das wird gerade vor dem Hintergrund steigender Anteile schwankender Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom interessanter. Die Vorteile für Endverbraucher liegen auf der Hand: Durch die zeitgleiche Vermarktung im Energiemarkt werden Investitionen in Batteriespeicher für viele Unternehmen sehr attraktiv.“

Vattenfall auf der E-world 2017

Vattenfall präsentiert auf der E-world 2017 zahlreiche Batteriespeicheranwendungen, Peak Shaving und SunBESSy – um nur einige zu nennen.

Besuchen Sie uns auf der E-world 2017 vom 7. bis 9. Februar. Vereinbaren Sie gerne vorab einen persönlichen Gesprächstermin.

Fachgespräche am Vattenfall Stand auf der E-World 2017, Foto: Vattenfall

Fachgespräche am Vattenfall Stand auf der Eworld2017, Foto: Vattenfall

Fußnoten: 
1  DIHK, Faktenpapier Strompreise 2017, S.5
2  § 19 Abs.2 StromNEV eröffnet die Möglichkeit individueller Netzentgelte

Links

Die Möglichkeiten von Batteriespeichern im energiewirtschaftlichen Umfeld
Batteriepartnerschaft
E-World energy&water
BNetzA Faktenpapier Strompreise 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
BDI: Steigende Stromkosten – Herausforderungen für die Industrie
Die Welt: Wirtschaft begehrt gegen Stromnetzkosten auf, 27.01.2017

Felix Halfmann
Experte
8. Februar 2017

Ich habe Energie- und Umweltmanagement an der Europa Universität in Flensburg studiert. Bereits während meines Studiums und dann im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich die Leidenschaft für das Thema Lastmanagement mit Batteriespeichern entwickelt. Seit 2016 bin ich bei der Vattenfall Innovation GmbH und im Team Experte für das Thema Netzentgelteinsparungen mit Batteriespeichern.