Alle Themen
Arenastaden, Vattenfall Zentrale in Stockholm
Experte
25. Januar 2017
Zurück

Umfragen bestätigen Nachhaltigkeitsstrategie

Die deutsche Öffentlichkeit wünscht sich bezahlbare nachhaltige Energie. Der Energiebranche vertraut sie dabei nur bedingt. Dabei stellen nicht nur Endverbraucher Anforderungen an Energieversorger. Auch andere Stakeholder, wie Interessensverbände oder die Politik tut das. Und die Unternehmen an sich selbst.

Energieunternehmen arbeiten in einem komplexen Umfeld. Zum Kerngeschäft der Energiebranche gehören sowohl die Erzeugung und der Transport von Strom und Wärme, als auch der Vertrieb. Dabei hängt der Unternehmenserfolg nicht nur davon ab, wie die Endkunden die Produkte finden. Auch andere Interessengruppen, sogenannte Stakeholder haben einen Einfluss auf das Unternehmen und die Bedingungen, unter denen Energie produziert und genutzt wird. Immer dabei im Fokus steht dabei das Thema Nachhaltigkeit.

Um sich in diesem „Beziehungsdickicht“ einen möglichst klaren Blick zu verschaffen, führt Vattenfall seit 2010 Wesentlichkeitsanalysen durch. Dabei geht es um zwei zentrale Aspekte: Zum einen um die Frage, welche Anforderungen das Unternehmen an sich selbst stellt, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Zum anderen um die Erwartungen der internen und externen Stakeholder an Vattenfall als einen nachhaltigen Strom- und Wärmeversorger.

Die Befragung – auch von Gegnern

Die Wesentlichkeitsanalyse basiert auf Interviews, Expertengesprächen, Umfragen und anderen Befragungsmethoden. Sie dient dazu, die für ein Unternehmen und dessen Zielgruppen bedeutenden Nachhaltigkeitsthemen zu ermitteln und auf dieser Basis die eigene Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Befragt werden Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Journalisten aber auch erklärte Gegner des Unternehmens.

Das Ergebnis – erstaunlich übereinstimmend

Die Umfrageergebnisse zeigen, worauf Vattenfall bei der Arbeit in Bezug auf Nachhaltigkeit besonders achten muss. Dabei weisen sie eine große Übereinstimmung auf zwischen den Erwartungen der Befragten und dem Weg, den Vattenfall sich in seiner grundsätzlichen strategischen Ausrichtung verordnet hat. Problematisch an dem erfreulichen Befund ist, dass das Vertrauen der Befragten gegenüber Vattenfall und seinem zukünftigen Geschäft nicht sehr hoch ist.

Die Erwartungen – prüfbare Ergebnisse

Als wichtigste Aspekte nannten die Interessenvertreter in Deutschland den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Die Befragten erwarten, dass die Geschäftsgrundlage der Energiebranche spätestens 2050 die klimaneutrale Energieproduktion sein muss.

Die Rückmeldungen zeigen auch, dass die gesellschaftlichen Gruppen nicht an die schrittweise Reduzierung der Treibhausgase glauben, solange vereinbarte Verfahren und konkret nachprüfbare Ergebnisse fehlen. Die Erwartung ist, dass die Schritte auf dem CO2-Reduzierungspfad sowohl für die einzelnen Unternehmen als auch für die Branche insgesamt nachvollziehbar und transparent gemacht werden.

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien setzten die Befragten in Deutschland ihre Hoffnungen insbesondere auf grünen Strom aus Wind und Sonne. Für die Kernkraft, die in anderen Ländern als CO2-freie Energiequelle geschätzt wird, sahen die Befragten keine Zukunft. Stärker als in anderen Ländern betonten die Stakeholder in Deutschland, dass grüne Energie bezahlbar bleiben soll.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Vattenfall konkrete Ziele und Meilensteine vorweisen muss, um glaubwürdig zu sein. Weitere wesentliche Aspekte für die deutschen Stakeholder sind der effiziente, nachhaltige und verantwortungsvolle Umgang mit Abfallprodukten, allen voran Atommüll; Emissionen in Luft und Boden sowie die Entwicklung nachhaltiger Kundenlösungen.

Weiterführende Links

Nachhaltigkeit bei Vattenfall

Vattenfall will nachhaltiger werden

Fifty shades of green

Themenrelevante Blogbeiträge

InfraLab Berlin: Innovationswerkstatt für eine nachhaltige Stadt

10 Jahre Solarthermie in der HafenCity

Hannes Hönemann
Experte
25. Januar 2017

Ich kümmere mich um die deutschsprachigen digitalen Kanäle von Vattenfall. Unsere wichtigsten Zielgruppen finden wir in Berlin und Hamburg. Das sind auch weiterhin unsere wichtigsten Märkte in Deutschland. Mit der Energiewende wandelt sich auch das Unternehmen. Da gibt es viel zu erzählen.

  • Experte
    Alexander Jung Alexander Jung
    15. November 2017

    Dekarbonisierung aller Sektoren

    Als gebürtiger Rheinländer kam ich nach dem Studium in Heidelberg und Spanien in den 90er Jahren zum Rechtsreferendariat nach Berlin. [...]
  • Experte
    Gunhild Nasner Gunhild Nasner
    30. August 2017

    Artenvielfalt beim Fischaufstieg

    Ich bin seit 1998 in der Unternehmenskommunikation in Hamburg – und dabei auf den unterschiedlichsten Kommunikationsfeldern unterwegs: Werbung, Corporate Publishing, [...]
  • Experte
    Peter Michael Wilke & Martina Hammerstroem Peter Michael Wilke & Martina Hammerstroem
    10. Juli 2017

    Qualitätssicherung mit Prozessanalytik

    Peter Michael Wilke: Ich bin Diplom-Ingenieur für Kraftwerkstechnik und seit 1974 im Unternehmen. Nach mehreren Führungspositionen in den Berliner Kraftwerken, [...]