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Das zukünftige Gebäude der Power-to-Heat-Anlage am Berliner Kraftwerksstandort Reuter West, Grafik: Webster Design
Experte
3. November 2017
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Wie funktioniert Power-to-Heat?

Die Technologie Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von Strom in Wärme. Doch wie funktioniert Power-to-Heat?

Power-to-Heat eignet sich besonders gut für die Integration erneuerbarer Energie in ein Wärmenetz: Wenn überschüssiger Strom im Netz verfügbar ist, kann dieser zur Erzeugung umweltschonender Fernwärme genutzt werden oder auch das Stromnetz stabilisieren. So hilft Power-to-Heat, das je nach Wetterlage schwankende Angebot der erneuerbaren Energien effizient in die vorhandene Energieerzeugung zu integrieren.

Power-to-Heat kennt im Kleinen jeder aus der heimischen Wohnung: In der Küche steht ein Wasserkocher, der mit Strom betrieben das Teewasser erhitzt. Oder im Badezimmer sorgt ein elektrischer Durchlauferhitzer für die heiße Dusche. Diese Technologie nutzen jetzt auch große Wärmeerzeugungsanlagen. Aus Strom wird Fernwärme erzeugt.

Elektroden-Heißwassererzeuger, Grafik: Caliqua

Power-to-Heat im Elektroden-Heißwassererzeuger

Das Funktionsprinzip einer Power-to-Heat-Anlage in der Bauform eines Elektrodenkessels ist angelehnt an die Elektrolyse: Wasser mit einer erhöhten Leitfähigkeit wird als ohmscher Widerstand genutzt und bei einer angelegten Wechselspannung wird das Wasser im direkten Kontakt mit sechs Elektroden erhitzt. Über die Kontaktfläche der Elektroden mit dem Wasser kann die Leistungsabgabe sehr präzise und sicher geregelt werden.

Aufgrund der erhöhten Leitfähigkeit des Wassers wird das erwärmte Wasser über einen Wärmeübertrager mit einem Sekundärkreislauf (Fernwärmenetz) verbunden. Im Kreislaufsystem wird das nun kalte Wasser erneut dem Kessel zugeführt. Diese Heißwassererzeuger haben einen Wirkungsgrad von 99,9 Prozent. In der Spitze können sie bis zu 46.000 Haushalte  mit erneuerbaren Energien versorgen.

Power-to-Heat im Einsatz

Vattenfall hat sich mit kleineren Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 5 Megawatt in Berlin-Buch und 10 Megawatt und Berlin-Neukölln man die Technologie herangetastet. Auch im Hamburger Karolinenviertel wird eine Power-to-Heat-Anlage gebaut. Mit einer Leistung von 45 Megawatt elektrisch ist diese schon deutlich größer. Am Berliner Kraftwerksstandort Reuter West geht das Unternehmen jetzt den nächsten Schritt auf dem Weg zur Wärmewende. Hier werden drei hochflexible und effiziente Heißwassererzeuger mit einer Gesamtkapazität von 120 Megawatt thermisch gebaut. Diese werden mittels Power‐to‐Heat‐Technologie Wärme aus Strom erzeugen.

Spatenstich für Europas größte Power-to-Heat-Anlage

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Peter Kontny-Asmussen
Experte
3. November 2017

Für mich liegt in den erneuerbaren Energien die Zukunft. Aus diesem Grund habe ich berufsbegleitend Energiemanagement studiert und kann dieses Wissen seit 2009 bei Vattenfall einbringen. Anfangs in verschiedenen internationalen Biomasse-Projekten und jetzt als Projektleiter u.a. für eine Power-to-Heat-Anlage als Ersatzmaßnahme für das Kohlekraftwerk Reuter in Berlin. Es motiviert mich sehr mit diesem Projekt daran mitzuwirken, die Energiewende zu gestalten und Vattenfall auf diesem Wege einen Schritt voran zu bringen. Ich sehe den Wandel als Chance für unser Unternehmen.

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